Haustierseiten » Warane

Warane

Aussehen

Für viele sind Warane eine echte Faszination, ähneln die Schuppenkriechtiere doch den schon vor langer Zeit ausgestorbenen Dinosauriern. Die lang gestreckten Echsen haben einen spitz zulaufenden Kopf sowie einen langen Schwanz. Je nach Art kann die Körpergröße der Warane variieren und liegt bei 20 cm bis 3 m. Abhängig von ihrer Gattung ist auch das Gewicht, das zwischen 500 g und 150 kg liegen kann.

Ebenso charakteristisch für Warane ist auch ihre lange und an der Spitze tief gespaltene Zunge. Diese hilft den Tieren beim Züngeln dabei, Gerüche wahrzunehmen. Immerhin ist der Geruchssinn bei diesen Tieren der wichtigste und am deutlichsten ausgeprägteste Sinn.

Verbreitungsgebiet

In ihrer natürlichen Umgebung kann man Warane sowohl in Afrika als auch in Australien sowie in Süd- und Südostasien finden. Früher sollen sie einmal die gesamte Welt bevölkert haben, wie aus fossilen Funden hervorgeht.

In freier Natur leben Warane hauptsächlich am Boden. Es gibt aber auch Arten, die bevorzugt auf Bäumen leben. Die Tiere besiedeln sowohl Wüsten als auch Regenwälder und sind dazu in der Lage, sich ihrer äußeren Umgebung perfekt anzupassen.

Lebenserwartung

Eine pauschale Aussage über die Lebenserwartung der Warane kann nicht getroffen werden. Denn ebenso wie es Unterschiede beim Aussehen, der Größe und der Verbreitung gibt, kann das maximale Alter der Tiere variieren. In der Gefangenschaft können Warane vergleichsweise alt werden und ein Lebensalter von 10-30 Jahren erreichen.

Haltung

Warane benötigen einen großen Lebensraum, weshalb sich diese Tiere nur bedingt für die Heimtierhaltung eignen. Am besten werden sie in einem eigenen Terrarium, das eine ausreichende Größe hat, untergebracht. Aufgrund ihrer allgemeinen Aggression und die Gefahr, die von diesen Tieren ausgeht, sollten sie auf keinen Fall von Anfängern gehalten werden. Die teilweise sehr schönen Tiere eignen sich grundsätzlich eher zur Beobachtung.

Bei der Haltung von Waranen muss außerdem auf die Umgebungstemperatur geachtet werden. Diese sollte zwischen 19-44° liegen. Hinsichtlich der Einrichtung muss darauf geachtet werden, dass die Tiere zu Streifzügen ermutigt werden und damit ihr Leben damit dem in freier Natur nachempfunden ist. Im Terrarium auf jeden Fall enthalten sein müssen diverse Unterschlupfmöglichkeiten und Badeplätze. Außerdem hat sich eine Beleuchtung mithilfe von HQI-Strahlern als äußerst nützlich erwiesen.

Das Terrarium des Waran sollte mit einem Substrat, das nicht staubt, ausgelegt werden. Ungeeignet sind scharfer Sand und Torf. Besser ist es, auf ein Gemisch aus Sand und Laub oder Rindenmulch zu setzen. Die Höhe des Substrats sollte bei 15-30 cm liegen, denn Warane lieben es, zu buddeln und zu graben. Zu den unbedingt erforderlichen Einrichtungsgegenständen gehören Felsen, Steine, Baumstämme und Sonnenplätze.

Da Warane Einzelgänger sind, dürfen sie nicht mit anderen Waranen zusammengehalten werden.

Ernährung

Da junge Warane äußerst schnell wachsen, müssen sie häufig gefüttert werden. Generell gilt: Je älter der Waran wird, umso geringer ist sein Futterbedarf. Insbesondere bei adulten Tiere muss darauf geachtet werden, dass diese sich nicht überfressen. Was das Futter an sich anbelangt, so gehören Warane zu den Fleischessern, die vor allem Insekten und Spinnen, Schnecken, Krebstiere, Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und kleine Säuger essen. Außerdem muss den Tieren täglich frisches Wasser zur Verfügung gestellt werden.

Verhalten

Allen Unterarten gemein ist, dass diese tagaktiv sind. Am späten Abend ziehen sich die Tiere in ihr Versteck zurück und ruhen sich bis zum nächsten Morgen aus. Bei Tageslicht lieben sie es, sich auf ihren Sonnenplätzen auszuruhen. Es kann aber auch sein, dass sich Warane bei zu starker Hitze zurückziehen. Dass dem Tier ausreichend Sonnenplätze zur Verfügung gestellt werden, ist enorm wichtig, schließlich sind Warane elktrotherm, erhöhen ihre Körpertemperatur also durch Sonnen oder kühlen diese durch Rückzug in ihr Versteck ab.

Warane verstecken sich auch gerne in Baumhöhlen, Felsspalten oder Termitenhügeln. Meistens graben sie sich einen eigenen Bau, weshalb besonders wichtig ist, auf eine ausreichende Füllhöhe beim Substrat im Terrarium zu achten. Aufgrund ihrer besonderen Aktivität, die sich von denen anderer Echsen unterscheidet, müssen Warane ein ausreichend großes Terrarium haben.

Umgang

Der Umgang mit einem Waran erfordert besonders viel Vorsicht. Auf keinen Fall sind Warane Tiere, die sich zum Spielen eignen. Vielmehr handelt es sich um Tiere, die beobachtet werden können. Da es sich um Raubtiere handelt, die nicht nur kräftig gebaut sind, sondern auch einen kräftigen Kiefer haben, kann der Umgang mit ihnen besonders gefährlich sein.

Die hochintelligenten Tiere merken aber auch relativ schnell, wer Freund und Feind ist. Nach einiger Zeit lernen sie ihren Pfleger kennen und merken, wer sich täglich um sie kümmert. Dennoch sollte der Umgang mit diesen Tieren nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen stattfinden. Es empfiehlt sich, bei dem Hantieren mit Waranen Handschuhe, wie Schweißerhandschuhe, zu tragen.

Warane
Bewerte den Artikel