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Spinnen

Aussehen

Spinnen gehören streng gesehen zu den Gliedertieren, die ein mehr oder weniger hartes, äußeres Skelett sowie darin untergliederte Extremitäten besitzen. Charakteristisch für Spinnen sind ihre 8 Beine. Je nach Unterart kann es aber Unterschiede beim Aussehen geben. Immer gleich sind allerdings die 8 Beine, der Hinterkörper, der mit Spinnwarzen ausgestattet ist, mit welchen die Tiere ihre Spinnenseide produzieren, sowie der Vorderkörper mit 8 Augen. Darüber hinaus besitzen Spinnen 2 Kieferklauen und 2 Taster. Übrigens: Alle Spinnen sind giftig. Dieses Gift benötigen sie, um ihre Beute töten zu können. Wirklich gefährlich für den Menschen sind aber nur etwa 20 Spinnenarten. Diese leben meistens in den Tropen.

Was die Größe von Spinnen anbelangt, so können Männchen der tropischen Riesenkrabbenspinne eine Spannweite von 30 cm erreichen. Vogelspinnen erreichen eine Spannweite von 28 cm und ein Gewicht von bis zu 100 g. Es gibt aber auch Arten, deren Körper weniger als 0,5 mm groß ist.

Verbreitungsgebiet

Spinnen gibt es auf der ganzen Welt, wobei einige Arten nur zentriert vorkommen. Weltweit wird die Zahl der Spinnenarten auf über 38.000 geschätzt, wobei aber immer wieder neue Spinnenarten hinzu kommen. Eine bunte Artenvielfalt ist vor allem in den Tropen anzutreffen.

Lebenserwartung

Die Frage, wie alt Spinnen werden können, ist stark von ihrer Art abhängig. Die Lebenserwartung der kleinen Spinnen, die man oftmals im Haushalt vorfindet, liegt bei maximal einem Jahr. Dem entgegen stehen Vogelspinnen, die ein Alter von bis zu 27 Jahren erreichen und damit mehrere Generationen überdauern können.

Haltung

Generell sind Spinnen Einzelgänger, wobei es je nach Art Unterschiede geben kann. In der Heimtierhaltung werden die Tiere in einem Terrarium gehalten. Dessen Größe sollte der Lebensweise und Größe des Bewohners angepasst werden. Generell gilt, dass in der Spinnen Haltung eine Temperatur von 27° und eine Luftfeuchtigkeit, die bei 60-70 % liegt, ideal ist. Um Temperatur und Luftfeuchtigkeit anzupassen, gibt es im Handel diverse Hilfsmöglichkeiten, wie Halogenleuchten als Wärmequelle. Für die notwendige Luftfeuchtigkeit wird durch entsprechendes Sprühen oder Befeuchtendes Bodengrundes gesorgt. Wichtig hierbei ist eine ausreichende Luftzirkulation, damit kein Schimmel entsteht. Deshalb sollten auch Futterreste immer schnell entfernt werden. Auch mit entsprechenden Pflanzen kann für die optimale Luftfeuchtigkeit gesorgt werden.

Zu der Ausstattung im Terrarien gehört nicht nur ein Trinkgefäß, auch Luftschlitze sind wichtig, damit die Abluft entweichen kann. Beim Kauf eines Terrarium ist es enorm wichtig, darauf zu achten, dass dieses ausbruchssicher ist. Modelle, die infrage kommen, sind Terrarien mit senkrecht verlaufender Schiebescheibe. Bei waagerecht zu öffnenden Behausungen sollten diese mit einem entsprechenden Schloss versehen werden.

Als Bodengrund ideal ist meistens Torf, der mit Walderde oder Sand gemischt wird. Was die Einrichtung des Terrarium anbelangt, kommen Rindenstücke, Kokosnusshälften und halbierte Blumentöpfe infrage.

Ernährung

Die Ernährung ist stark von der Spinnenart abhängig. Meistens essen die Tiere Gliederfüßer, einschließlich Spinnen. Sehr große Arten, zu denen die Vogelspinne gehört, ernähren sich gelegentlich von kleinen Vögeln, Mäusen oder Eidechsen. Wasserspinnen können kleine Fische und Kaulquappen essen.

Im Gegensatz zu anderen Tieren erlaubt der schmale Mund der Spinnen nur die Aufnahme von Flüssigkeit. Deshalb speit die Spinne ihren Verdauungssaft auf das Beuteltier, sobald dieses mit einem Giftbiss getötet wurde. So werden die verdaulichen Teile aufgelöst und anschließend aufgesogen.

Sorgen darüber machen, dass es der Spinne nicht gut geht, wenn diese längere Zeit über nichts frisst, braucht man sich nicht. Für einige Arten ist es ganz normal, sogar monatelang nichts zu essen. Vor allem dann, wenn das Tier gut genährt isst. Üblicherweise bietet es sich aber an, erwachsene Tiere wöchentlich zu füttern, Jungtiere können häufiger gefüttert werden. Wichtig ist auch, die Trinkschale regelmäßig zu reinigen und mit neuem Wasser zu erfüllen.

Verhalten

Spinnen selbst bewegen sich wenig und sitzen die meiste Zeit in ihrem Netz, um auf Beute zu warten. Ebenso charakteristisch für Spinnen ist, dass sich diese im Laufe ihres Lebens mehrmals häuten, um wachsen zu können. Eine solche Häutung kann sich ankündigen, indem die Tiere keine Nahrung mehr annehmen oder indem sich ihre kahle Stelle am Hinterleib dunkel färbt. Bei diesem Prozess darf die Spinne auf keinen Fall gestört werden, da sie sonst in ihrer Häutung steckenbleiben und sterben kann.

Umgang

Normalerweise beißen Spinnen nur dann, wenn sie sich bedroht fühlen. Spinnen sind deswegen keine Schmusetiere, sondern eignen sich eher zur Beobachtung. Da jede Spinnenart ein einzelnes Individuum darstellt, kann sich das Verhalten von Tier zu Tier stark unterscheiden. Eine direkte Kommunikation zwischen Tier und Mensch, wie man sie in etwa in der Hundehaltung kennt, ist aber nicht möglich, da Spinnen in einer uns vollkommen fremden Sinnes- und Verständniswelt leben. Beim Beobachten können uns die Tiere aber einen Einblick in einer andere, faszinierende Welt geben! Dies ist auch der Grund dafür, warum Spinnen in der Haustierhaltung so beliebt sind.

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