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Gelbkopfschildkröte

Die Gelbkopfschildkröte wird unter der lateinischen Bezeichnung Indotestudo elongata geführt. Sie gehört zu den häufigsten der drei Arten in der Gruppe der Asiatischen Landschildkröten.

Verbreitungsgebiet

Gelbkopfschildkröten sind sowohl im Süden von Neapel als auch im Norden von Indien verbreitet. Außerdem trifft man sie in vielen anderen asiatischen Gebieten, so dass sich ihr Verbreitungsgebiet auch über Bangladesch, Myanmar, Thailand, Kambodscha, Vietnam, Laos und die chinesischen Provinzen Guangxi und Yunnan bis in den Norden von Malaysia erstreckt.

Dort leben die Schildkröten in Waldregionen von hügeligen bis bergigen Gegenden, wo es meistens viel Niederschlag gibt. Man kann sie aber auch in trockenen Regionen finden. Im Laufe der Evolution hat sich die Gelbkopfschildkröte eine besondere Technik angeeignet, die ihr dabei hilft, sehr hohe Temperaturen gut zu überstehen. Hierfür speicheln die Tiere ihren Kopf und Nacken sowie die Vorderfüße ein, um ihren Körper abzukühlen. Temperaturen bis zu 48 °C machen ihr so nichts aus.

Aussehen

Wenn sie ausgewachsen sind, können Gelbkopfschildkröten eine Länge von bis zu 30 cm erreichen. Dabei wiegen sie 3,5 kg. Typisch für diese Schildkrötenart ist auch der lange, grüne oder gelbe Panzer sowie ein geweitetes Nackenschild. Von anderen Arten unterscheiden sich die Tiere auch durch ihren mit schwarzen Flecken betupften Rückenpanzer. Die Beine der Reptilien sind beschuppt, wobei es jedoch Unterschiede gibt: Die Vorderbeine haben spitzförmige Schuppen, die Hinterbeine flache. Der Schwanz von Gelbkopfschildkröten ist spitz. Üblicherweise bleiben weibliche Schildkröten etwas kleiner als männliche. Zudem haben die Weibchen runde und breiter aussehende Panzer, deren Schwarz darüber hinaus etwas dünner ist. Im Vergleich zum Männchen sind die Krallen des Weibchens länger und gekrümmter.

Haltung

Die Haltung von Gelbkopfschildkröten ist meldepflichtig, da dieser Schildkröten auf der Liste 2 des Washingtoner Artenschutzabkommens zu finden sind. Für die Anmeldung wird ein Herkunftsnachweis vom Züchter bzw. eine Rechnung von der Tierhandlung benötigt. Eine Artenschutzrechtliche Genehmigung ist hingegen nicht erforderlich.

Am wohlsten fühlt sich der neue Mitbewohner in einem geräumigen, gut isolierten Gewächshaus, das ein angrenzendes großzügiges Freilandgehege hat. So können im Winter im Innengehege die heißen trockenen Monate und im Sommer durch die zeitweise Freilandhaltung die kühleren und regenreicheren Monate simuliert werden. Tagsüber sollten die Temperaturen bei mindestens 25 °C liegen. Gedacht werden muss auch an einen Sonnenplatz, unter der Wärmelampe dürfen es bis zu 40 °C sein. In der Nacht sollte die Temperatur auf etwa 20 °C abkühlen, damit die starken Tageszeittemperaturunterschiede in den Höhenlagen erreicht werden können. Für das Innengehege ist als Bodenuntergrund ein Gemisch aus Erde und Sand gut geeignet. Was die Einrichtung des Außengeheges anbelangt, muss an stark besonnte Stellen ebenso gedacht werden wie an Schatten- und Versteckplätze. Bei der Freilandhaltung ist ein großer Vorteil, dass sich die Tiere ihr Futter selbst pflücken können. In beiden Fällen gehört auch eine Bademöglichkeit zur artgerechten Einrichtung.

Im Gegensatz zu anderen Schildkrötenarten hält die Gelbkopfschildkröte keinen Winterschlaf.

Ernährung

Ebenso vielfältig wie das Verbreitungsgebiet dieser Schildkrötenart ist auch ihr Speiseplan. Um etwaigen Ernährungsmängeln vorzubeugen, muss auf genügend Abwechslung geachtet werden. Zur Fütterung bestens geeignet sind Brennnesseln, Disteln und Löwenzahn. Im Winter können auch kleine Mengen von tierischem Eiweiß in Form von Regenwürmern und feinem Hackfleisch gefüttert werden. Als besonderer Leckerei gelten Gehäuseschnecken, wobei diese während der Wintermonate nur sehr schwer zu bekommen sind. Ergänzt wird der Speiseplan durch Muschelgrit und Sepiaschalen.

Paarung und Zucht

Die Paarung unter diesen Landschildkröten findet ganzjährig statt, wobei das Sexualverhalten in den Herbstmonaten und im Winter am aktivsten ist. Nach der Paarung erfolgt die Eiablage in zwei bis maximal vier Gelegen; bei jedem Gelege gibt es 2-4 Eier. Wird eine konstante Bruttemperatur von 28-30° eingehalten, schlüpfen die Jungtiere nach etwa 100-153 Tagen. Haltung und Ernährung der Jungtiere gestalten sich ebenso wie bei den erwachsenen Schildkröten. Wegen der Größenunterschiede müssen sie aber in den ersten Jahren von den Elterntieren getrennt gehalten werden.

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