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Krankheiten: Das ist zu tun wenn Ratten krank sind

Zum Leidwesen vieler Halter gelten Ratten von Natur aus als sehr krankheitsanfällig. Dies gilt insbesondere für Atemwegserkrankungen und Tumore. Umso wichtiger ist es, Krankheitszeichen sofort zu erkennen. Wir zeigen mit dem Gesundheitsscheck, worauf täglich geachtet werden sollte und gehen außerdem darauf ein, was allgemeine Krankheitszeichen sind. Außerdem widmen wir uns dem Thema Alterserscheinungen und zeigen detailliert rattentypische Krankheiten sowie deren Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus informieren wir, warum die Gewichtskontrolle wichtig ist und was in die Notfallapotheke gehört.

Der Gesundheitscheck

Ratten kommunizieren nicht direkt mit Menschen. Deswegen können sie uns nicht sagen, wenn ihnen etwas fehlt. Wer genauer hinsieht, erkennt aber typische Symptome, die auf eine Krankheit hindeuten können. Wer eine gute Beziehung zu seinen Tieren pflegt und sich viel mit diesen beschäftigt, wird Veränderungen sofort feststellen. Dabei soll auch der Gesundheitscheck helfen. Täglich sollten bei Ratten folgende Stellen kontrolliert werden:

  • Haut und Fell
  • Krallen
  • Augen
  • Ohren
  • Nase
  • Zähne
  • Pfoten
  • After
  • Schwanz

Ebenso wichtig ist, darauf zu achten, ob sich die Tiere hinsichtlich ihres Verhaltens verändert haben, zum Beispiel weniger aktiv sind oder Nahrung verweigern. Viele Krankheiten lassen sich durch eine artgerechte Haltung und Fütterung vermeiden. Treten Krankheitssymptome auf, sollte man deswegen auch immer überprüfen, ob man vielleicht einen Fehler bei der Haltung oder Fütterung gemacht hat.

Warum ist die Gewichtskontrolle wichtig?

Einmal pro Woche sollte man seine Ratten wiegen und ihr Gewicht überprüfen. Nur dann, wenn man dieses notiert, fallen einem Gewichtsveränderungen auf. Und diese sind fast immer das erste Anzeichen für eine Krankheit. Denn Ratten, denen es nicht gut geht, fressen weniger. Ein weiterer positiver Effekt der Gewichtskontrolle ist, dass man so kontrollieren kann, dass eine Ratte nicht zu dick wird. Immerhin erkranken übergewichtige Ratten weitaus häufiger an Krebs oder Diabetes, was fast immer einen frühen Tod mit sich zieht.

Ratten, die übergewichtig sind, brauchen viel Bewegung und sollten weniger Futter bekommen. Dies regelt man am besten so, indem man der übergewichtigen Ratte dann, wenn die Artgenossen im Käfig Futter bekommen, noch etwas Auslauf gibt.

Woher weiß man, wann eine Ratte übergewichtig ist? Für Ratten gelten folgende Richtwerte beim Gewicht: Ausgewachsene Böcke sollten zwischen 350 und 600 g wiegen; bei den Weibchen ist ein Gewicht von 250 g bis 350 g normal.

Allgemeine Krankheitsanzeichen

Neben krankheitsspezifischen Symptomen gibt es auch allgemeine Anzeichen, die dafür sprechen, dass es der Ratte nicht gut geht. Sollte eines der folgenden Symptome auftreten, ist es wichtig, das Tier so weit wie möglich selbst zu untersuchen, sich zu informieren und einen Tierarzt aufzusuchen:
Die Ratte…

  • lahmt und taumelt
  • ist matt und apathisch
  • frisst kaum noch oder hat stark an Gewicht verloren
  • kratzt sich sehr oft
  • hat sichtliche Schmerzen
  • hat starken Haarausfall, der evtl. noch mit kreisrunden kahlen Stellen einhergeht
  • hat gesträubtes, struppiges Fell
  • hat Wunden am Körper oder entzündete/gerötete Pfoten
  • zeigt sich aggressiv gegenüber dem Menschen oder ihren Artgenossen, indem sie beißt
  • atmet schwer und rasselnd
  • zeigt einen rötlich gefärbten Ausfluss aus der Nase und/oder den Augen
  • hat harte Knötchen und Schwellungen an oder in der Haut
  • hat Ausfluss aus dem After oder ihrem Geschlechtsteil
  • grenzt sich von ihren Artgenossen ab

Was sind typische Alterserscheinungen?

Wenn sich Ratten auffällig verhalten, muss daran nicht unbedingt eine Krankheit Schuld sein. Gerade dann, wenn sie das Durchschnittsalter erreicht hat, sollte man sich nicht wundern, wenn die Ratte typische Alterserscheinungen zeigt. Folgende Symptome sind typische Alterserscheinungen:

Lähmung der Gliedmaßen: Wichtig ist, dass die Tiere nichts an ihrer Lebensfreude einbüßen. Ansonsten könnte eine Krankheit, die unbedingt von einem erfahrenen Tierarzt abgeklärt werden muss, vorliegen. Um seiner Ratte ein unfallfreies Leben zu ermöglichen, sollte der Käfig nun behindertengerecht eingerichtet werden. Zudem muss darauf geachtet werden, ob sie sich noch selbst putzen kann oder dabei Hilfe benötigt. Recht häufig können Ratten im hohen Alter auch nicht mehr richtig klettern. Deshalb sollte die Käfigeinrichtung absturzsicher gestaltet werden.

Weitere Alterserscheinungen:

  • Geringe körperliche Aktivität
  • Nachlassender Appetit
  • überlange Krallen und Schneidezähne
  • schlechte Orientierung
  • schütteres Haarkleid und Ausbleichen der Fellfarbe
  • bei Böcken: Ablagerungen auf dem Penis. Diese diese sollte man mit einem feuchten Tuch entfernen
  • Bildung von Tumoren
  • stärkere zutraulich kalt gegenüber dem Menschen
  • Atemwegs Infekte

Wichtiges zum Thema Einschläfern

Nur den wenigsten Ratten ist es vergönnt, im hohen Alter friedlich einzuschlafen. Auch wenn dies ein schwerer Schritt ist, manchmal ist der Gang zum Tierarzt, um seine Ratte einschläfern zu lassen, unausweichlich. Wenn es bei bestehender Krankheit keine Chance auf Besserung gibt und das kleine Nagetier nur noch leidet, sollte man es erlösen. Allerdings sollte man vorher beim Tierarzt nach dessen Einschläferungsmethode fragen. Um seinem kleinen Liebling Leid und Angst zu ersparen, sollte das Tier vor der tödlichen Spritze in Narkose gelegt werden.

Was gehört in die Notfallapotheke?

Unfälle, die Verletzungen mit sich ziehen, machen ein schnelles Handeln des Rattenhalters erforderlich. Dann ist es gut, über eine Notfallapotheke zu verfügen. Wobei diese natürlich niemals den Besuch bei einem Tierarzt ersetzen kann. Und nur dann, wenn es sich tatsächlich um harmlose Erscheinungen handelt, kann man sein Tier selbst behandeln. Ansonsten ist die Notfallapotheke dazu gedacht, die Ratte zu versorgen, bis man den Gang zum Tierarzt antreten kann.

Übrigens sollte man immer vorher mit den Tierarzt abklären, wie welche Medikamente angewendet und dosiert werden sollten. Folgendes gehört in die Notfallapotheke für Ratten:

  • Wundsalbe, zum Beispiel Bepanthen
  • Mobilat (anzuwenden bei Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen)
  • Desinfektionsspray (anzuwenden bei offenen Wunden)
  • Rescue-Tropfen (anzuwenden bei Stress, Panik und Angstzuständen)
  • Vertinal-Pulver und Bird-Bene-Bac (anzuwenden bei starkem Durchfall)
  • Clauden-Watte (anzuwenden um starke Blutungen zu stillen)
  • Complexamin (hochdosierte Vitamintropfen, um die allgemeine Abwehr zu steigern)
  • Kadox/Frontline (anzuwenden um Parasiten zu behandeln; gegebenenfalls auch als Vorsorgemaßnahme geeignet)

Typische Krankheiten bei Ratten

Es gibt einige Krankheiten, die gehäuft bei Ratten auftreten. Wir zeigen hier typische Krankheiten bei Ratten und gehen darauf ein, woran man diese erkennt und wie eine adäquate Behandlung aussehen sollte.

Tumore

Die häufigste Krankheit, die bei Ratten auftritt, sind Tumore. Durch eine Fehlregulation des Zellwachstums entstehen gutartige oder bösartige Neubildungen von Körpergewebe. Vor allem mit zunehmendem Alter bekommen Ratten einen Tumor. Aber auch junge Tiere können an einem Tumor erkranken. Am Anfang handelt es sich lediglich um einen kleinen fühlbaren Knoten unter der Haut. Dieser nimmt sehr schnell an Größe zu. Recht häufig bildet sich ein Tumor an den Achselhöhlen sowie im oberen Bereich der Hinterbeine. Wichtig ist, den Tumor frühzeitig zu erkennen. Bei einem Tierarzt, der sich auf Ratten spezialisiert hat, stehen die Chancen, dass die Operation erfolgreich ist, sehr gut. Wartet man mit dem Tierarztbesuch zu lange, greift der Tumor umliegendes Gewebe an und streut Metastasen in die inneren Organe.

Abszesse

Nicht jeder fühlbaren Knoten muss gleich ein Tumor sein. Es kann sich auch um einen Abszess handeln. Als Laie wird man aber wohl kaum den Unterschied feststellen können. Deswegen sollte man bei jedem fühlbaren Knoten so schnell wie möglich den Tierarzt aufsuchen. Dieser kann unterscheiden, ob es sich um einen oft weicheren und mit Eiter gefüllten Abszess oder um einen Tumor handelt. Ein Abszess zeigt sich, indem die Stelle rötlich angeschwollen ist. Als Ursache kommen in den meisten Fällen Bakterien infrage, die in eine Wunde eingeschlossen werden und sich so schnell ausbreiten können. Bei frischen Abszessen reicht es, in Absprache mit dem Tierarzt eine geeignete Salbe aufzutragen. Regelmäßig angewendet, reift der Abszess schnell und platzt von selbst auf. Die Stelle sollte dann gründlich gereinigt und über mehrere Tage gespült werden, damit sich kein neuer Abszess bildet. Der Gang zum Tierarzt ist aber in jedem Fall erforderlich. Schließlich bekommt man dort nicht nur die geeigneten Medikamente; der Tierarzt kann auch sicherstellen, ob die Wunde fachgerecht und gründlich gereinigt wurde.

Bumblefoot

Ratten, die wunde geschwollene rote Fußballen haben, können an einem so genannten Bumblefoot leiden. Dies sind Abszesse, welche durch kleine Verletzungen im Fußballen entstehen können. Hierfür reicht bereits harte, pieksende Einstreu aus. Besteht der Verdacht auf einen Bumblefoot, muss unbedingt der Tierarzt aufgesucht werden. Denn durch ihre wunden Füße hat die Ratte große Schmerzen. Vom Tierarzt bekommt sie zunächst ein Schmerzmittel verabreicht. Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass das Tier ständig auf trockenem Untergrund läuft. Der Käfig sollte also mit Küchenpapier oder Zeitung ausgelegt werden. Behandelt wird der Bumblefoot mit bestimmten Lebertran-Zinksalben, die man beim Tierarzt erhält. Diese Salbe muss mehrmals täglich aufgetragen werden.

Atemwegserkrankungen: Neben Tumoren sind Probleme mit den Atemwegen die häufigste Erkrankung bei Ratten. Atemwegserkrankungen machen sich durch ein geräuschvolles Atmen, wie beispielsweise knackende Geräusche, Röcheln und Rasseln, bemerkbar. Oftmals atmen die Tiere auch schneller. Durch eine frühzeitige Behandlung mit Antibiotika bestehen einigermaßen gute Heilungschancen – sofern man rechtzeitig zum Tierarzt geht. Zwar gibt es hierfür noch keine wissenschaftlichen Beweise, doch man geht davon aus, dass viele Ratten den Erreger Mycoplasma pulmonis in sich tragen. Die Krankheit bricht dann infolge einer anderen Erkrankung, aber auch durch Stress und fehlende Hygiene, aus.

Schnupfen und Erkältung

Ratten, die an Schnupfen oder Erkältung leiden, müssen unbedingt dem Tierarzt vorgestellt werden. Denn aus einer zunächst leichten Erkältung kann schnell eine chronische Lungenentzündung mit einem im schlimmsten Fall tödlichen Verlauf werden. Vor allem dann, wenn man knackende Atemgeräusche hört, handelt es sich bereits um eine fortgeschrittene Atemwegserkrankung, die meistens nur noch durch ein Antibiotikum behandelt werden kann. Unterstützend zur Behandlung kann man seiner Ratte Fenchel- oder Kamillentee anbieten. Ebenso hilfreich sein kann eine mit Chinaöl gefüllte Duftschale, die sich über einer Kerze befindet. Auch die Gabe von Echinacea – einem Immunsystem stärkenden Naturmittel – in Form von Saft, Tabletten und Globuli, kann hilfreich sein. ABER: Auch homöopathische Mittel sollten nur in Absprache mit dem Tierarzt gegeben werden.

Parasiten

Leidet die Ratte an schütterem Haar, mattem und stumpfem Fell sowie einem großflächigem Haarausfall und krustigen Hautstellen, kann dies ein Hinweis auf Milben, Flöhe oder Haarlinge sein. Auch kleine Blutstropfen im Nestmaterial oder in der Umgebung des Rattenheims lassen auf Parasiten schließen. Meistens werden nur kranke Ratten von Parasiten befallen. Bei einem Milbenbefall kann es in schweren Fällen zu einer starken Schuppenbildung am Mund, der Nase und den Ohren kommen. Und auch randige Verkrustungen oder Ekzeme sind keine Seltenheit. Bei Flöhen ist besonders gefährlich, dass diese Überträger von Infektionskrankheiten sein können. In jedem Fall ist ein sofortiger Gang zum Tierarzt erforderlich. Darüber hinaus müssen der Käfig und alle Einrichtungsgegenstände gründlich gereinigt werden.

Hautpilze

Hautpilze zeigen sich in sehr ähnlichen Symptomen wie Hautparasiten und haben auch ähnliche Ansteckungsmöglichkeiten. Der Gang zum Tierarzt ist unausweichlich. Als Halter sollte man zudem seinen Hautarzt aufsuchen. Denn Hautpilze sind auch auf den Menschen übertragbar. Um ein weiteres Ausbreiten zu verhindern, müssen der Käfig und die Einrichtungsgegenstände gereinigt sowie desinfiziert werden.

Blutige Nase und Augen

Bei Ratten münden die Harder’schen Drüsen in die inneren Augenwinkel und produzieren dort ein Sekret, welches sowohl die Augäpfel als auch die Lider geschmeidig hält. Kommt es zu Stress oder liegen Erkrankungen vor, wird das rötlich gefärbte Sekret im Übermaß produziert. Über die Tränenflüssigkeit tritt es durch die Nasenlöcher aus. Meistens ist hierfür ein geschwächtes Immunsystem verantwortlich. Aber auch Atemwegsprobleme, Störungen im Magen-Darm-Trakt oder an den Nieren sowie der Blase können für die blutige Nase und Augen verantwortlich sein. In jedem Fall sollten die Ursachen abgeklärt werden. Sofern man keine Ursache ausfindig machen kann, sollte man einen Tierarzt aufsuchen.

Schiefkopf

Ratten, die auf einmal ihren Kopf schief halten und parallel dazu Gleichgewichtsstörungen haben, könnten an einer Infektion im Innenohr oder Mittelohr leiten. Der Tierarzt verschreibt einem für die Ratte Antibiotika gegen die Infektion sowie Kortison zum Abschwellen und Bekämpfen der Entzündung. Ein Vitamin-B-Komplex soll bei der Regeneration der Nerven helfen. Selbst kann man auch einiges tun. Der Käfig sollte behindertengerecht eingerichtet werden. Um Abstürze zu vermeiden, müssen Rampen und Hängematten entfernt werden.

Durchfall und Verstopfung

Bei einem breiigen bis flüssigem Kot oder einem harten Stuhl können Durchfall oder Verstopfung vorliegen. Die Ursachen liegen meistens in einer schlechten Fütterung. Wird zu viel Grünfutter gegeben, bekommen Ratten Durchfall. Aber auch Nebenwirkungen von Antibiotika und Würmer kommen als Ursache infrage. Durchfall wird behandelt, indem man zunächst das Grünfutter reduziert bzw. komplett einstellt. Stattdessen sollten Zwieback, hartes getrocknetes Brot, leicht gesüßter Tee und ungesüßter Joghurt angeboten werden. Sofern der Durchfall nach zwei Tagen nicht weg ist, muss der Tierarzt aufgesucht werden. Auch wenn Verstopfung dahingegen bei Ratten eher selten auftritt, ist in diesem Fall Handeln gefragt. Neben Joghurt und der Indikation von Bird-Bene-Bac kann auch Paraffinöl angeboten werden.

Bindehautentzündungen

Wenn Ratten Zugluft ausgesetzt sind, bekommen sie Bindehautentzündungen. Diese Krankheit zeigt sich durch verklebte Augen. Mit einem weichen Lappen sowie lauwarmem Wasser kann man die verklebten Augen vorsichtig säubern. Von Kamillentee ist abzuraten, denn dieser kann die Augen austrocknen. Zudem muss unbedingt ein Termin beim Tierarzt vereinbart werden. Dort bekommt man eine Salbe gegen Bindehautentzündung verschrieben. Eine Bindehautentzündung, die nicht behandelt wird, kann bei Ratten zu Blindheit führen.

Hinterhandslähmung

Eine Hinterhandslähmung ist meistens altersbedingt und tritt vorwiegend bei etwas schwereren Böckchen auf, wobei auch Weibchen betroffen sein können. Bei dieser Krankheit bildet sich zunächst die Rückenmuskulatur zurück, der Rücken wird knochig und man spürt die Beckenknochen deutlich. Infolgedessen kann die Ratte ihre Hinterbeine nicht mehr richtig unter den Körper setzen und bekommt dadurch einen watschelnden Gang. Mit der Zeit fällt ihr das Laufen schwer, sie zieht die Hinterbeine hinterher und zieht sich mit den Vorderbeinen über den Boden. Sie verspürt keine Schmerzen und sollte deshalb nicht vorschnell eingeschläfert werden. Eine regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt sowie die behindertengerechte Einrichtung des Käfigs sind jedoch wichtig.

Wunden und Bisse

Kleine Wunden und Bissstellen kann man ohne Probleme mit Bepanthen selbst behandeln. Allerdings sollte man sich vorher unbedingt den Rat eines Tierarztes einholen. Dieser kann einem sagen, welche Salbe bei welcher Verletzung am besten angewendet werden sollte. Die Salbe wird dann mehrmals täglich direkt auf die Wunde aufgetragen. Zudem sollte man dafür sorgen, dass die Ratte danach für etwa 15 Minuten nicht an der Wunde leckt, damit die Salbe einziehen kann.

Der Besuch beim Tierarzt

Wenn es seinem Tier schlecht geht, sollte es keine Rolle spielen, ob gerade Wochenende, Feiertag oder Nacht ist. Vor allem in größeren Städten gibt es Notfallkliniken und Tierärzte, die über 24 Stunden Bereitschaft haben. Zudem ist es wichtig, seine Ratten von einem Tierarzt behandeln zu lassen, der sich mit Kleintieren auskennt.

Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, ist es hilfreich, sich bereits vorher beim behandelnden Tierarzt darüber zu informieren, wie man sich im Notfall verhalten sollte. Denn es gibt einiges, das man tun kann, um die Zeit bis zum Tierarztbesuch zu überbrücken.

Wenn das eigene Tier zum Tierarzt muss, stehen viele vor der Frage, ob sie einen Artgenossen zur Ratte in die Transportbox setzen. Generell gilt, dass Ratten Rudeltiere sind und sich mit einem Artgenossen an ihrer Seite weitaus wohler fühlen, verspüren sie dann doch weniger Angst. Allerdings sollte es sich dann um eine Begleitung handeln, die einen beruhigenden Einfluss auf die kranke Ratte hat.

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