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Trakehner

Trakehner sind als deutsche Reitpferde bekannt. Überall feiern sie im Vielseitigkeitssport Erfolge.

Geschichte

Die Geschichte des Trakehners beginnt in Trakehnen, in Ostpreußen, und zwar im 13. Jahrhundert. Damals züchteten die Deutschordensritter auf der Grundlage des Schweikenponys Militärpferde.

Weiter vorangetrieben wurde die Zucht dieser Pferde 1732, als Friedrich Wilhelm, König in Preußen, das „königliche Trakehner Stutamt“ setzte. 1739 ging der Besitz dieses Gestüts an seinen Sohn, den Kronprinzen Friedrich, über. Schnell erlangte das Gestüt den Ruf, elegante und ausdauernde Kutschpferde zu züchten. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verlagerte sich der Schwerpunkt wieder hin zur Zucht von Militärpferden. Um die Rasse zu veredeln, wurden im 19. Jahrhundert Araber und englische Vollblüter eingekreuzt. Deswegen hatte der Trakehner zu Anfang des 20. Jahrhunderts einen etwa 50-prozentigen Vollblutanteil.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist die Zucht in Ostpreußen gänzlich zusammengebrochen. Lediglich 575 Stuten und 45 Hengste aus Privatzuchten konnte in das spätere Gebiet der westlichen Besatzungszonen gerettet werden. Schnell fanden sich Liebhaber, die die Zucht dieser Pferde weiter vorantreiben wollten.

Aussehen

Die älteste deutsche Warmblutrasse hat einen ausdrucksvollen Kopf mit großen, aufmerksamen Augen und einem geraden Profil. Der mittellange Hals ist gut geformt, die Schultern sind lang und schräg und gehen in einen ausgeprägten Widerrist über. Ebenso kennzeichnend für diese Tiere ist der kräftige Rücken sowie die mäßig abgeschlagene und gut bemuskelte Kruppe. Ihr Schweif ist in mittlerer Höhe angesetzt.

Von anderen Pferderassen unterscheidet sie, dass sie markante Sehnen und starke Gelenke sowie gesunde Hufe haben. Sie erreichen ein Stockmaß von 162-167 cm. Damit gehören sie immer noch zu den kleineren Warmblutrassen. Hinsichtlich der Farbe zeigen sie sich sehr vielfältig. Es gibt sie in Braun, Dunkelbraun und Schwarz. Schimmel sind eher selten vertreten, genauso wie gescheckte Trakehner.

Wesen

Trakehner sind vielseitige, freundliche Tiere, die eine große Leistungsbereitschaft an den Tag legen. Dies hat dazu geführt, dass sie heutzutage als Sportpferde eingesetzt werden. Für Anfänger sind sie eher weniger geeignet, da sie einen ausgeprägten Eigenwillen an den Tag legen können. Dafür sind sie aber auch ausdauernd und genügsam, intelligent und anhänglich.

Haltung

Trakehner leben gerne auf der Weide und im offenen Stall. Wenn er draußen überwintern soll, braucht der Vierbeiner einen wind- und regendichten Witterungsschutz, da er nicht das gleiche dichte Winterfell wie robuste Ponyrassen hat.

Diese Pferderasse sollte unbedingt ständig Kontakt zu anderen Pferden haben. Ebenso wichtig ist, ihm täglich freie Bewegungsmöglichkeiten zu bieten. Dann kristallisieren sich Trakehner als ideale Sportpferde heraus, die sowohl Springen als auch Distanz und Dressur beherrschen. Bei nicht ausreichender Bewegung können die Vierbeiner Verhaltensauffälligkeiten an den Tag legen. Es ist also wichtig, sich täglich mit ihnen zu beschäftigen und sie zu reiten.

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Trakehner liegt bei etwa 25 Jahren.

Ernährung

Das edle Warmblut ist in punkto Ernährung deutlich anspruchsvoller als ein Robustpferd. Je nachdem, ob der Vierbeiner in der Box oder draußen gehalten wird, muss auf eine angemessene Futterration geachtet werden. Bei mehr Bewegung sollte das Tier auch eine größere Essensration bekommen.

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