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Shetland Pony

Wer ein größeres Haustier halten möchte, entscheidet sich oft für ein Shetland Pony. Kein Wunder, sind die Vierbeiner doch nicht nur niedlich anzuschauen, sondern sind auch als erste Reitpferde für Kinder geeignet.

Geschichte

Wie aufgrund des Namens nicht anders zu vermuten, stammt das Shetland Pony von den Inselgruppen der Shetlandinseln. Hier herrscht ein sehr stark maritim geprägtes feuchtes Klima. Dieses ist durch vergleichsweise milde Winter und kühle Sommer geprägt. Weil es hier zu starken Regenfällen, Stürmen und Nebel kommen kann, haben sich die kleinen Ponys diesen Bedingungen perfekt angepasst.

Nur die Pferde, die den ungünstigen Klima- und Wohnverhältnissen gegenüber resistent waren, konnten sich fortpflanzen. Heute noch gelten Shetland Ponys als sehr widerstandsfähig. Wildpferdfunde sind allerdings nicht bekannt. Dies liegt daran, dass die Inseln während der Eiszeit durch den damals etwa 100 m niedrigeren Meeresspiegels untereinander verbunden waren, aber keine Verbindung zum Festland hatten.

Heute geht man davon aus, dass die ersten Pferde von den Picten eingeführt wurden. Diese kamen etwa 500 v. Chr. nach Schottland. Im Laufe der Jahrhunderte kam es – vor allem, was das Aussehen anbelangt – bei dieser Pferderasse zu einigen unterschiedlich ausgeprägten Merkmalen.

Aussehen

Das Stockmaß für diese Ponys liegt bei 95-107 cm. Neben der geringen Größe ist für diese Pferderasse auch der verhältnismäßig große Kopf mit einer breiten Stirn, einem fast quadratischen Maul, kleinen Ohren und großen Nüstern sowie ein kräftiger Hals charakteristisch. Die Beine eines Shetland Ponys sind kurz und kräftig, haben klare Gelenke und harte Hufe. Von anderen Tieren unterscheidet sich der kleine Vierbeiner davon, dass er einen dichten Schweif sowie eine dichte Mähne und einen dichten Schopf besitzt.

Was die Farbe anbelangt, so sind alle Farben außer Tigerschecken zugelassen. Auch weiße Abzeichen sind in allen Formen erlaubt. Unterschiede bei der Fellbeschaffenheit gibt es im Sommer. Das Sommerkleid kennzeichnet ein kurzes Fell mit einem seidigen Glanz. Wenn der Winter beginnt, wird das Fell lang und bekommt ein zotteliges Aussehen – es ist dann dicker und dichter.

Haltung

Dass Shetland Pony ist ein Herdentier. In freier Wildbahn lebt es mit seinen Artgenossen zusammen. Das sollte bei der Heimtierhaltung berücksichtigt werden. Das Beste ist, man schafft sich gleich zwei dieser niedlichen Ponys an. Nur dann, wenn genügend Platz vorhanden ist, sollte man sich für dieses Tier entscheiden. Eine Grundvorraussetzung ist, dass der neue Mitbewohner jeden Tag mehrere Stunden auf der Weide verbringen kann. Daneben ist zusätzliche Bewegung erforderlich. Obwohl sie etwas langsamer als große Pferde sind, bewegen sich Shetland Ponys sehr gerne. Zu einer artgerechten Haltung gehört auch, seinem Pferd einen geschützten Platz zum Unterstellen zu organisieren. Die Box für ein Tier muss mindestens 4 m² groß sein. Generell gilt: Je größer die Box ist, umso wohler fühlt sich das Tier.

Ernährung

Ponys suchen sich ihr Futter auf der Weide, brauchen daneben aber auch noch andere Futtermittel, die sie mit allen nötigen Nährstoffen versorgen. Am wichtigsten sind Heu und Stroh. Eine sinnvolle Ergänzung dazu sind Äpfel, Rüben und Möhren. Aber auch Hafer und Getreide können gefüttert werden. Bei der Ernährung ist darauf zu achten, dass das Futter möglichst eiweißarm ist und genügend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente enthält. Im Tierfachhandel gibt es hierfür spezielles Mineralfutter.

Pflege

Bei einer artgerechten Haltung übernimmt das Shetland Pony einen Teil der Pflege selbst. Dies geht zum Beispiel, indem es sein Fell an Bäumen pflegt, sich im Sand rollt und an Pfählern kratzt. Was der Halter selbst übernehmen muss, ist das regelmäßige Striegeln. Dies ist vollkommen ausreichend, denn die kleinen Vierbeiner können sich selbst vor Sonne, Wind und Regen schützen. Ganz wichtig: Der Behang sollte niemals geschnitten werden; auch die Ohrmuscheln dürfen nicht freigelegt werden.

Bei einem unbeschlagenen Shetland Pony muss dieses mindestens alle acht Wochen dem Hufpfleger vorgestellt werden.

Gesundheit

Für einige Krankheiten ist das Shetland Pony besonders anfällig:

Hufrehe (Laminitis): Bei dieser Krankheit entzündet sich die Lederhaut im Huf. Das Tier leidet an starken Schmerzen, weshalb eine unverzügliche Vorstellung beim Tierarzt erforderlich ist. Als Ursache ist eine falsche Fütterung mit zu vielen Kohlenhydraten verantwortlich.

Sommerekzem: Auch diese Krankheit trifft man häufig beim Shetland Pony. Charakteristisch für das Krankheitsbild ist, dass das Tier sensibel auf die Stiche von Insekten reagiert. Der übermäßige Juckreiz sorgt dafür, dass ihnen die Haare ausgehen.

Mauke: Weil das Shetty ein dickes Fell hat, neigt es auch zur Mauke. Steht es feucht, gerät an die Fesselbeuge nicht genügend Luft, wodurch einer Hautirritation entsteht. Diese muss vom Tierarzt behandelt werden.

Das Shetland Pony hat eine Lebenserwartung von durchschnittlich 40 Jahren.

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