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Tipps zum Kauf von Leguanen

Leguane sind sehr interessante Tiere, die jedoch auch einiges an Ansprüchen haben. Deshalb sollte man auf keinen Fall leichtfertig ein solches Tier kaufen, sondern sich vorher intensiv damit auseinandersetzen, was die Haltung eines Leguans genau bedeutet.

Wir zeigen in diesem Artikel nicht nur, welche Fragen man vor dem Leguan-Kauf beantworten sollte, sondern geben auch Tipps zum Kauf und erläutern unter anderem, wie hoch die Anschaffungskosten sind und wo man einen Leguan kaufen kann.

Fragen vor dem Kauf

Die Anschaffung eines Leguans geht mit einer großen Verantwortung einher. Schließlich handelt es sich um ein Lebewesen, das gehegt und gepflegt werden will. Dabei kommen teilweise nicht unerhebliche Kosten – vor allem für das technische Equipment – auf einen zu. Um nicht wenige Wochen nach dem Kauf festzustellen, dass man weder das notwendige Geld hat noch die anderen wichtigen Voraussetzungen erfüllen kann, sollte man sich vor dem Leguan-Kauf einige Fragen stellen.

Ist der Leguan als Haustier für mich geeignet?

Leguane sind Tiere, mit denen man sich nur wenig im eigentlichen Sinne beschäftigen kann. Anders als Hunde oder Katzen kann man mit ihnen nicht schmusen. Sie eignen sich eher zum Beobachten. Trotzdem ist die Haltung eines Leguans zeitaufwändig. Diese Reptilien sind deshalb keinesfalls für Menschen gedacht, die beruflich und privat stark unter Zeitdruck stehen.

Habe ich den notwendigen Platz?

Insbesondere der Grüne Leguan kann 20 cm bis 2,30 m groß werden. Die Frage, ob man über den notwendigen Platz verfügt, um dem Tier ein artgerechtes Terrarium einzurichten, ist sehr wichtig. Am besten ist natürlich, der Leguan bekommt ein komplettes Zimmer für sich, welches nach seinen individuellen Ansprüchen eingerichtet wird. Optimal sind in etwa ein beheizbare Keller oder ein Wintergarten.

Was kostet ein Leguan?

Der Leguan an sich ist nicht teuer. Dadurch besteht aber auch die Gefahr, ein solches Tier zu kaufen, ohne sich vorher ausreichend Gedanken darüber zu machen. Denn mit dem Kauf des Tieres allein ist es nicht getan. Dieses benötigt auch noch eine umfangreiche Ausstattung, die im Regelfall mehrere 100 bis 2.000 Euro kostet. Ganz zu schweigen von den Haltungskosten, die maßgeblich durch das technische Equipment beeinflusst werden.

Bei einem Züchter sind Leguane für rund 100 bis 300 Euro erhältlich. Allerdings sollte man nicht am falschen Ende sparen. Denn in den meisten Fällen sind diese für manchen doch relativ hohen Preise gerechtfertigt, da die Tiere beim Züchter artgerecht untergebracht werden.

Bevor man den Leguan kauft, sollte man bereits das Terrarium und die entsprechende Einrichtung zuhause fertig haben, so dass das Tier sich dort gleich niederlassen und ausruhen kann!

Wie hoch sind die Anschaffungskosten?

Die Frage, ob man sich die Haltung eines Leguans überhaupt leisten kann, sollte ganz am Anfang der Überlegungen stehen. Nachfolgend haben wir eine kleine Aufstellung der Anschaffungskosten zusammengestellt – wobei diese natürlich jede nach Bezugsquelle variieren können.

  • Terrarium: 800-1.000 Euro
  • technisches Equipment: 300-500 Euro
  • Einrichtung: ab 50 Euro

Wo kann man einen Leguan kaufen?

Es gibt zwar auch die Möglichkeit, einen Leguan in einem Zoofachgeschäft zu kaufen. Doch da die Tiere dort nur in den seltensten Fällen artgerecht gehalten werden und man von Überzüchtungen ausgehen muss, ist von einem Kauf in einem derartigen Geschäft abzuraten. Die weitaus bessere Quelle sind Züchter und Messen. Entsprechende Adressen gibt es zum Beispiel im Internet. Ein großer Vorteil, wenn man Leguane beim Züchter kauft, ist, dass dieser über viele hilfreiche Informationen verfügt und gerade Anfängern wertvolle Tipps zur Leguan-Haltung geben kann.

Quarantäne

Nach dem Kauf ist es wichtig, das Tier unter Quarantäne zu stellen, wenn es mit anderen vergesellschaftet werden soll. So kann man zunächst feststellen, ob man auch wirklich eine gesunde Echse erworben hat. In den ersten 6-8 Wochen steht also eine Einzeltierhaltung an. Dies ist auch sinnvoll, um gezielt Kot zur Untersuchung beim Tierarzt zu entnehmen. Darüber hinaus hat der Leguan so die Möglichkeit, sich schneller einzugewöhnen, da er von anderen Tieren nicht gestresst wird.

Die Eingewöhnungszeit

Wie das Verhältnis zwischen Leguan und Halter später sein wird, wird maßgeblich von der Eingewöhnungsphase beeinflusst. Idealerweise holt man den Leguan in der Anfangszeit nicht aus dem Terrarium. Damit das Tier Vertrauen zu einem aufbauen kann, sollte man es nur beobachten und sich von ihm beobachten lassen. Ansonsten kann es passieren, dass das Reptil nicht zutraulich wird und unter Umständen nach der Hand oder mit seinem Schwanz nach einem schlägt. Auf keinen Fall sollte man Fotos von seinem neuen Mitbewohner machen – egal, wie süß er auch sein mag. Denn dies könnte den Leguan ebenso verschrecken wie laute Musik oder andere laute Geräusche.

Damit Leguane handzahm werden, kann man nach einer gewissen Zeit langsam damit beginnen, dem Tier Futter aus der Hand zu reichen. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass es ein wenig dauert, bis das Tier tatsächlich Vertrauen gefasst hat und das Futter aus der Hand nimmt. Bis man seinen neuen Mitbewohner anfasst, sollte ebenfalls noch ein wenig Zeit vergehen. Der richtige Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn der Leguan keine Angst mehr vor der Hand hat und weiß, dass von dieser keine Gefahr ausgeht.

Dann können die nächsten Schritte eingeleitet werden, indem man seine Hand vorsichtig zum Leguan bewegt, diese vor ihm hinlegt und darauf wartet, dass dieser von selbst darauf klettert.

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