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Perserkatze

Die Perserkatze ist eine der populärsten Rassekatzen, die weltweit auf viele Liebhaber stößt.

Geschichte

Die Geschichte von Perserkatzen reicht weit zurück. Auch wenn es keine eindeutigen Belege dafür gibt, geht man davon aus, dass ihre Vorfahren nicht wie oft vermutet aus Persien, sondern aus dem türkischen Raum stammen. Bis 1876 wurden diese Katzen in Anlehnung an die türkische Hauptstadt Ankara als Angorakatzen bezeichnet. Vor etwa 400 Jahren gelangten sie aus Kleinasien nach Europa. Indem es während der Zucht zu verschiedenen Kreuzungen kam, entstand die heute als Perser bekannte Katze.

Eine gezielte Zucht wurde durch Katzenzüchter aus England gegründet. In Amerika wurden in den 1970er Jahren viele Massenzuchten aufgebaut. Dabei kam es zu einer immer deutlicheren Züchtung von rassespezifischen Merkmalen, wie des gedrungenen Körpers und der kurzen Nase. Durch den Verkauf der Katzen kamen diese negativen Veränderungen auch bis nach Europa.

Verantwortungsvolle Züchter sind seit etwa 20 Jahren damit beschäftigt, Katzen zu züchten, welche dem Standard zwar entsprechen, aber auch kerngesund sind.

Aussehen

Perserkatzen haben einen mittelgroßen und kräftigen Körper. Dabei sind ihre Beine kurz und stämmig, ihre Brust breit, Schultern und Rücken sind gerade. Ebenso typisch für diese Katzenrasse ist der buschige, nicht spitz zulaufende Schwanz, der perfekt zur gedrungenen Erscheinung passt.

Perser haben ein sehr langes Haarkleid, das mit dichter Unterwolle besetzt ist. Hinsichtlich der Farben gibt es eine große Auswahl. Laien tun sich oft schwer damit, die exakte Farbe ihrer Katze zu benennen. Eine spezielle Variante ist die Colourpoint, auch bekannt als Maskenperser bzw. Himalayan. Hierbei handelt es sich um eine Katze, die durch die Kreuzung von Siam- und Perserkatze entstanden ist. Von der Farbe her ähnelt sie der Siamkatze. Bei der klassischen Perserkatze ist das Fell am ganzen Körper hell, während im Gesicht, am Schwanz und an sonstigen markanten Stellen eine dunklere Farbe dominiert.

Wesen

Perser sind sehr anhänglich und verschmust. Sie sind immer auf der Suche nach Kontakt zu ihrem Menschen. Außerdem zeichnet sie eine außerordentliche Intelligenz aus. Darüber hinaus sind sie auch gehorsam, friedfertig und ausgeglichen. Diese Charakterzüge wechseln ab mit einem großen Temperament. Die kleinen Vierbeiner können sich auch verspielt und zurückgezogen zeigen. Jedes Tier ist anders, so dass keine allgemeine Aussage über den Charakter dieser Katzenrasse getroffen werden kann. Eine große Rolle dabei spielen Erfahrungen, welche die Kleintiere im Laufe ihres Lebens sammeln.

Der neue Mitbewohner kann sehr redselig sein. Dabei ist die Stimme leise und klingt angenehm und zart. Aufgrund ihrer verträglichen Art kommen sie sehr gut mit Kindern aber auch mit anderen Artgenossen und Haustieren zurecht. Im Gegensatz zu anderen Katzen, ist ihr Jagdtrieb nicht sehr stark ausgeprägt. Man sollte aber nie vergessen, dass Katzen im tiefsten Inneren Raubtiere sind.

Haltung

Perserkatzen sind aufgrund ihrer gemütlichen und ruhigen Art bestens für die Haltung in der Wohnung geeignet. Sie brauchen keinen Freilauf, um sich wohl zu fühlen. Mit einem kuscheligen Schlafplatz und vielen Streicheleinheiten erreicht man genau das gleiche.

Mit der richtigen Ernährung sorgt man bei seinem kleinen Liebling für ein langes und gesundes Leben. Durch eine anatomische Besonderheit nimmt der neue Mitbewohner die Nahrung nicht mit den Zähnen, sondern vorrangig mit der Zunge auf. Ihre Nahrung sollte also die richtige Konsistenz haben. Geachtet werden muss aber auch auf die richtigen Inhaltsstoffe des Futters.

Ebenso wichtig ist die Fellpflege, die bei dieser Katzenrasse schon etwas aufwändiger ausfallen kann. Das Fell sollte täglich gekämmt werden, damit es nicht verfilzt. Außerdem können bei manchen Tieren die Augen sehr stark tränen. Dann sollten sie täglich mit einem feuchten Tuch vorsichtig gereinigt werden.

Was Krankheiten anbelangt, muss man bei der Perserkatze mit einigen rassetypischen Krankheiten rechnen. Dies liegt vor allem daran, dass diese Katze im 20. Jahrhundert massenweise als Modekatze gezüchtet wurde. Zwar kehren Züchter heutzutage zur klassischen, ursprünglichen Form der Perser zurück, doch einige Krankheiten werden trotzdem weiter vererbt. Rassetypische Krankheiten sind Brachyzephalie (Kurzköpfigkeit), PKD (Polyzystic Kidney Didease) und verengte Tränenkanäle. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Perserkatze liegt bei etwa 15 Jahren.

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