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Abessinierkatze

Die Abessinierkatze versprüht einen ganz besonderen Charme. Das ist einer der Gründe dafür, warum diese Katzenrasse in der Haustierhaltung so beliebt ist.

Geschichte

Die aus Südostasien stammende Abessinierkatze soll ihren Ursprung bei den Katzen der ägyptischen Pharaonen haben. Die älteste Katzenrasse der Welt soll im 19. Jahrhundert von britischen Soldaten von Äthiopien nach England gebracht worden sein. Die Abessinier, wie wir sie heute kennen, ist allerdings eine reine Zuchtkatze.

Nach der Übersiedlung nach Europa haben britische Züchter die ägyptisch aussehenden Tiere mit der Fellfarbe von Hasen isoliert und eine neue Katzenrasse gezüchtet. Diese wurde 1871 erstmals im London Crystal Palace ausgestellt. Sie sorgte wegen ihres auffallend schönen Fells für viel Aufsehen und konnte viele Preise gewinnen. Erstmals im englischen Zuchtbuch erwähnt wurde der Abessinier 1896. Elf Jahre später gelangten diese Katzen in die USA, wo 1907 die Zucht mit einem ersten Pärchen begann. In Deutschland wurde erst relativ spät mit der Zucht von Abessinierkatzen begonnen. Offiziell im deutschen Zuchtbuch geführt werden sie erstmals 1933.

Aussehen

Je nachdem, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt, bringt die Abessinierkatze 3,5-5 kg bzw. 2,5-4 kg auf die Waage. Die Kurzhaarkatze ist von mittlerer Größe. Die Tiere haben sehr feines und dichtes Fell von einer gelbbraunen Farbe, wobei eine schwarze oder dunkelbraune Wildfärbung auftritt. Obwohl die typische Fellfarbe die Wildfarbe ist, sind auch Variationen in Sorrel, Beige-Fawn, Blue und Silver zugelassen. Von einigen Organisationen werden auch die Farben Rot, Lilac, Schildpatt, Creme und Chocolate zugelassen.

Die Abessinierkatze hat einen mittellangen, geschmeidigen, muskulösen Körper. Auf diesem sitzen lange, schlanke Beine mit kleinen, ovalen Pfoten. Ebenso charakteristisch für die Vierbeiner ist, dass ihr Schwanz am Ansatz etwas dicker sowie ziemlich lang ist und am Ende eine dunkle Spitze hat.

Der Kopf der beliebten Katze ist leicht keilförmig. Auf ihm sitzen eine breite, mittellange Nase sowie große, weit auseinander stehende Ohren, welche Haarbüschel an der abgerundeten Spitze haben. Die leuchtenden Augen des Vierbeiners sind groß, mandelförmig und dunkel umrandet. Sie stehen weit auseinander. Zulässige Augenfarben sind Grün, Bernstein oder Haselnuss.

Wesen

Abessinier sind menschenorientiert und suchen sich in einer Familie eine feste Bezugsperson aus. Das als Familienkatze beliebte Tier versteht sich sowohl gut mit Kindern als auch mit Hunden. Charakteristisch für sie ist auch, dass sie intelligent, aktiv und sehr verspielt sind. Ihr angeborener Jagd- und Spieltrieb sorgt dafür, dass der neue Mitbewohner kleine Gegenstände in der Wohnung verschleppt und versteckt.

Weitere Charaktereigenschaften der Abessinierkatze sind ihre Willensstärke und ihr Charme. Gucken sie einen mit ihren großen Augen an, kann man ihnen keinen Wunsch abschlagen. Man sollte sich darauf einstellen, dass mit einem Abessinier Leben in das Haus kommt. Die kleinen Vierbeiner stecken voller Energie und sind immer zum Spielen aufgeweckt. Eine weitere Leidenschaft dieser Katze ist das Klettern. Wertvolle Vasen und andere Gegenstände sollten sicher vor ihr verwahrt werden.

Abessinierkatzen sind sehr gesellig. Sie mögen es gar nicht, alleine gelassen zu werden. Deswegen ist es besser, ihr einen Artgenossen an die Seite zu stellen.

Haltung

Wie bereits erwähnt, sollte man sich niemals nur eine einzelne Katze dieser Rasse anschaffen. Neben einem Spielgefährten ist auch wichtig, dass der Halter genügend Zeit für seinen kleinen Liebling hat. Wegen ihres großen Bewegungsdrangs sollte der Halter am besten nicht in einer engen Wohnung, sondern in einem Haus mit Garten wohnen. So können die kleinen Samtpfoten ausreichend Auslauf bekommen. Wichtig sind auch genügend Spielmöglichkeiten und dass man seinem neuen Mitbewohner genügend Aufmerksamkeit widmet.

Die Fellpflege gestaltet sich relativ einfach. Es ist ausreichend, dass kurze Fell mit wenig Unterwolle mit einer Gummi-Bürste von abgestorbenen Haaren zu befreien.

Was die Ernährung anbelangt, so sollte diese einerseits ausgewogen und auf der anderen Seite dem individuellen Bewegungsdrang und dem Alter des Tieres angepasst sein. Übergewicht muss ebenso vermieden werden wie Hungern.

Zu den rassetypischen Krankheiten der Abessinier gehören Progressive Retina-Atrophie (eine genetisch bedingte, rezessiv vererbte Stäbchen-Zapfen-Degeneration), Pyruvatkinasemangel (eine Erbkrankheit, die zu einer speziellen Art von Blutarmut führen kann), Patellaluxation und Renale Amyloidose. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Abessinierkatze liegt bei etwa 15 Jahren.

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