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Rottweiler

Rottweiler sind eine von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse. Aufgrund ihres Körperbaus und ihres Gewichts zählen sie zu den großen Hunden.

Herkunft

Vermutungen zufolge stammen Rottweiler von den mächtigen Molossern ab. Diese kamen mit den Römern über die Alpen nach Deutschland. Ihren Namen haben die Tiere dadurch bekommen, dass sich aus der Garnison im späteren Städtchen Rottweil die beliebten Hunde entwickelten. Indem Molosser mit einheimischen Hunden gekreuzt wurden, entstanden die Vorfahren des heutigen Rottweilers. Sie hatten den Beinamen „Metzgerhunde“, da sie Viehhändlern und Schlachtern als Treibhunde gute Dienste erwiesen.

Auch heute noch werden die Vierbeiner mancherorts als Metzgerhund bezeichnet. Doch die Geschichte der Hunde ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Schnell sprach sich herum, dass Rottweiler intelligent, clever und stark sind. Die Händler nutzen die Tatsache, dass man es sich mit einem dieser Hunde lieber nicht verscherzen sollte, für ihre Zwecke. So haben die Hunde während des Viehtriebs das Geld ihrer Herrchen in einer Lederbörse um den Hals getragen. Die Einnahmen der Händler waren damit vor potentiellen Räubern sicher.

Weil zur Jahrhundertwende die Eisenbahn damit begann, Vieh zu transportieren, wurde im Jahr 1900 der Viehtrieb per Gesetz verboten. Dies sorgte dafür, dass diese Hunderasse kurzzeitig vor dem Aussterben stand. Treue Anhänger gründeten jedoch einen Club und legten 1904 den Rassestandard für Rottweiler fest. Seit 1910 werden diese Vierbeiner als Polizei- und Militärhunde ausgebildet. Heutzutage sind sie sowohl als effiziente Wachhunde als auch als freundliche Familienhunde beliebt.

Aussehen

Rottweiler erreichen eine Schulterhöhe von 56-63 cm (Hündinnen) bzw. 61-68 cm (Rüden). Damit gehören sie zu den mittelgroßen bis großen Hunden. Ihr Körperbau ist stämmig, jedoch weder plump noch leicht, nicht hochläufig oder windig. Die Tiere haben eine gedrungene und kräftige Gestalt, die auf ihre große Kraft, Wendigkeit und Ausdauer schließen lässt. Im ausgewachsenen Zustand können sie ein Gewicht von etwa 42 kg (Hündinnen) bzw. 50 kg (Rüden) erreichen.

Das Fell der Vierbeiner ist kurz und schwarz. Die Tiere haben gut abgegrenzte Abzeichen, die als Brand bezeichnet werden. Sie zeigen sich in einer satten, rotbrauben Färbung an den Backen, dem Fang, der Halsunterseite, der Brust und den Läufen sowie über den Augen und unter der Rutenwurzel. Der mittellange Kopf ist zwischen den Ohren breit. Zudem verfügen Rottweiler über einen ausgeprägten Stop. Ebenso kennzeichnend sind die mittelgroßen, hängenden Ohren, die dreieckig, hoch angesetzt und weit voneinander stehend sind. Dahingegen ist der Hals kräftig und gut bemuskelt.

Wesen

Rottweiler sind sehr zutrauliche und anhängliche Wesen. Ihr Misstrauen ist nicht sehr stark ausgeprägt. Neuem und Unbekanntem gegenüber sind sie aber reserviert und aufmerksam, ohne jedoch unnötig viel zu bellen. Besonders positiv hervorzuheben ist die gute Lernfähigkeit der Vierbeiner – insbesondere was die Anpassung an die Gewohnheiten ihrer Umgebung anbelangt. Nicht zu verachten sind auch der außergewöhnliche Arbeitseifer und die Fähigkeit, während der Erziehung und Ausbildung Erlerntes verlässlich zu behalten.

Wer sich einen Rottweiler ins Haus holt, wird schon bald merken, dass dieser immer gute Laune hat. Viele wissen zudem die seelische Veranlagung dieser Tiere zu schätzen. Unangenehme und schmerzliche Erfahrungen vergessen sie recht schnell wieder und lassen sich in ihrem Verhalten nicht davon beeinflussen. Dennoch ordnen sich Hunde dieser Rasse leicht unter und gelten als sehr gehorsam.

Das Temperament dieser Hunderasse ist als mittelmäßig einzustufen. Deswegen kann man mit seinem neuen Mitbewohner auf die Straße und unter Menschen gehen – ohne Angst, dass es zu Auseinandersetzungen oder Ruhestörungen kommt. Auf Umweltreize reagieren die Vierbeiner nur wenig oder gar nicht und auch ihr Jagdinstinkt ist kaum ausgeprägt.

Haltung

Seine positiven Eigenschaften machen den Rottweiler zum idealen Familienhund, der sich auch nicht davor scheut, Haus und Hof zu bewachen. Bei ausreichend Bewegung fühlt er sich auch in einer Stadtwohnung wohl. Natürlich sieht er es aber lieber, wenn Herrchen und Frauchen in einem Haus mit eingezäuntem Garten leben. Hier kann er sich austoben und abreagieren. Er braucht in jedem Fall eine Beschäftigung, die ihn auslastet. Ebenso wichtig ist eine gute Sozialisierung, die bereits im Welpenalter beginnen sollte.

Eine artgerechte Fütterung ist besonders wichtig für die Muskeltätigkeit, für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und die ständige Neu- und Umbildung von Gewebe. Mineralien und Vitamine, Aminosäuren und Fettsäuren können nicht selbst hergestellt und müssen über die Nahrung zugeführt werden. Bei einer Trockenfuttermischung sollte auf eine gute Zusammensetzung geachtet werden. Frisches Wasser sollte dem neuen Mitbewohner ständig zur Verfügung stehen – das Futter sollte auf zwei Tagesrationen aufgeteilt und immer zu festen Zeiten serviert werden.

Fellpflege ist ein weiteres wichtiges Stichwort. Viel tun braucht man nicht. Es reicht vollkommen aus, seinen kleinen Liebling ab und zu zu bürsten. Wenn die Hunde von Anfang an daran gewöhnt werden, genießen sie diese kleinen Massageeinheiten. Nach Spaziergängen im Regen reicht es, den Vierbeiner mit einem Handtuch trocken zu reiben.

Rottweiler haben ein erhöhtes Risiko, Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie zu bekommen. Eine erblich bedingte Krankheit ist die Leukoenzephalomyelopathie. Diese führt bei Jungtieren zu fortschreitenden Lähmungen und ist unheilbar. In den letzten Jahren wurden auch verstärkt Herzerkrankungen bei dieser Hunderasse angetroffen. Die konkrete Ursache konnte bisher nicht ausfindig gemacht werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung des Rottweiler liegt bei etwa 13 Jahren.

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