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Leonberger

Der Leonberger ist einer von der FCI anerkannte deutsche Hunderasse. Geführt wird der Vierbeiner in der Gruppe der Pinscher und Schnauzer.

Geschichte

Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, woher der Leonberger stammt. Es gibt zwei unterschiedliche Theorien über die Herkunft dieser Hunderasse. In Deutschland ist folgende am weitesten verbreitet: Mitte des 19. Jahrhunderts war Heinrich Essig Stadtrat der Stadt Leonberg und daneben ein passionierter Hundezüchter. Sein Bestreben war es, um 1840 einen Hund zu züchten, welcher dem Löwen aus dem Leonberger Stadtwappen glich. Hierfür kreuzte er unter anderem Neufundländer und Bernhardiner miteinander. 1846 wurde der erste offiziell als Leonberger registrierte Hund geboren und nach dem Ort seiner Geburt benannt. Es dauerte nicht lange, bis die Hunde des Züchters auf Gegenliebe stießen. So sollen unter anderem Kaiserin Sissi, Napoleon III. sowie Richard Wagner einen dieser Vierbeiner besessen haben.

Die zweite Theorie geht hingegen davon aus, dass es sich bei dieser Hunderasse um einen direkten Nachfahren des Alpenhundes handelt. Dieser war in den Graubündner Alpen heimisch. In Archiven fand man zudem Belege dafür, dass bereits die Fürsten von Metternich um 1625 eine Zucht von Hunden besaßen, die dem heutigen Leonberger ähnelten.

Aussehen

Charakteristisch für Leonberger ist, dass sie groß, kraftvoll und muskulös sind und dennoch über eine gewisse Eleganz verfügen. Mächtig und imposant sind insbesondere die Rüden. Unterschiede zwischen Rüden und Hündinnen gibt es sowohl hinsichtlich der Größe als auch der Gewichtsangaben. So erreichen Rüden eine Schulterhöhe von 72-80 cm, während Hündinnen nur zwischen 65 und 75 cm groß werden. Dabei können sie ein Gewicht von bis zu 75 Kilo auf die Waage bringen.

Leonberger haben einen geraden, breiten Rücken sowie eine breite, tiefe Brust und muskulöse Gliedmaßen. Typisch für sie ist ihr eher lang gestreckter Kopf mit erkennbarem Stop und breitem, viereckigem Fang. Die hoch angesetzten Ohren sind mittelgroß, leicht dreieckig, hängend und anliegend. Normal groß, oval und braun sind auch die Augen. Die Rute dieser Tiere reicht bis zu den Sprunggelenken und wird hängend getragen. Selbst bei Bewegungen ist sie nur leicht aufgebogen.

Was die Fellfarbe anbelangt, sind verschiedene Kombinationen möglich. Es gibt diese großen Hunde sowohl mit sandfarbenem als auch mit gelbem, rotem und rot-braunem Fell. Bei allen Hunden dieser Rasse gleich ist die schwarze Maske, wobei auch schwarze Haarspitzen möglich sind. Eine Aufhellung der Grundfarbe ist an der Rutenunterseite, dem Hals sowie den Rückseiten der Läufe möglich. Zulässig ist auch ein kleiner, weißer Fleck auf der Brust. Ihr Fell ist immer doppelt beschaffen, besitzt dichte Unterwolle sowie mäßig langes, gerades, anliegendes, mittelweiches Deckhaar. Dieses bildet am Hals und an der Brust eine Mähne und auch die Rückseiten der Läufe sind stärker behaart.

Leonberger

Wesen

Leonberger sind Familienhunde, die einen sehr angenehmen Charakter haben. Sie zeichnen sich auch durch ihre ausgesprochene Kinderfreundlichkeit aus. Ebenso typisch für sie ist, dass sie liebesbedürftig sind. Ist man mit ihnen unterwegs, sind sie folgsame und verlässliche Gefährten. Ihr Wesen strahlt Selbstsicherheit und souveräne Gelassenheit aus. Zudem verfügen sie über die Fähigkeit, sich unterzuordnen, sind sehr intelligent und lernwillig und verfügen über ein mittleres Temperament.

Haltung

Weil sie stets die Nähe zur Familie suchen, wäre eine Haltung im Zwinger alles andere als artgerecht. Besonders gut aufgehoben fühlen sie sich in Familien mit Kindern. Obwohl sie nicht als Wachhunde prädestiniert sind und auch nicht gerne bellen, beschützen sie Hof und Haus zuverlässig. Eine konsequente, aber liebevolle Erziehung ist bei ihnen sehr wichtig. Zudem lieben Sie es, gefordert zu werden.

Leonberger brauchen aufgrund ihrer Größe viel Platz, stellen ansonsten aber keine speziellen Anforderungen an ihr neues Zuhause. Besonders gut geht es ihnen, wenn sie in einem Haus mit großem Garten leben und regelmäßig Spaziergänge mit Herrchen und Frauchen machen können. Sein großes Herz sorgt dafür, dass alle Besucher von ihm freundlich empfangen werden. Durch sein liebes Wesen findet er immer und überall Freunde.

Ein Manko bei dieser Hunderasse: Die Tiere neigen zu Trägheit und zu Stubenhockerei. Dabei ist Bewegung für sie sehr wichtig. Auch bei Regen und kalten Temperaturen muss ihr Halter mit ihnen spazieren gehen. Hat man ihn erstmal dazu überredet, schließt er sich bereitwillig seinem neuen Besitzer an.

Aufgrund seiner Körpergröße und seines Gewichts, sieht die Ernährung beim Leonberger etwas anders aus als bei anderen Vierbeinern. Bereits am Morgen verschlingt er viele Kalorien und auch am Abend darf es für ihn ruhig etwas mehr sein. Ganz wichtig ist, darauf zu achten, dass der neue Mitbewohner nicht alles auf einmal frisst und beim Fressen kaut. Ansonsten kann er sich seinen Magen verderben.

In Bezug auf die Pflege zeigt sich der neue Mitbewohner sehr anspruchslos. Es reicht vollkommen, das Fell regelmäßig zu bürsten. Besuche beim Hundefriseur sind nicht notwendig.

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Leonberger liegt bei etwa 8 bis 9 Jahren.

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