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Jack Russell Terrier

Jack Russell Terrier sind eine von der FCI anerkannte kleine Hunderasse aus Australien. Eigentlich stammen Jack Russell Terrier aber aus Großbritannien.

Herkunft

Als Begründer dieser Rasse gilt John (Jack) Russell, der von 1795 bis 1883 gelebt hat. Russell war Pfarrer und passionierter Jäger. Bereits während seines Studiums in Oxford hat er seine erste Terrierhündin erworben. Diese weiße rauhaarige Hündin mit Abzeichen am Kopf hat bereits damals in vielen Punkten dem heutigen Standard des Jack Russell Terrier entsprochen. „Trump“ gilt deswegen heute als Stammmutter dieser Hunderasse. Durch Einkreuzungen mit anderen einfarbigen oder bunt gefleckten Arbeitsterriern experimentierte Russell ein wenig. Dabei hatte er immer das Ziel, arbeitstaugliche Hunde zu züchten. Das typische Rassebild war für ihn zweitrangig.

Nachdem Russell gestorben war, hinterließ er eine Gruppe unterschiedlichster Terrier, die als Working Terrier bezeichnet wurden. Erst in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden sie in Jack Russell Terrier umbenannt. Über viele Jahre wurden dann Einkreuzungen mit anderen Terrierrassen vorgenommen. Kurzzeitig wurden auch anderer Rassen, wie beispielsweise Beagles und Bullterrier, eingekreuzt. Diese Zucht wurde aber schon bald eingestellt, weil sie zu keinem gewünschten Erfolg führte.

Seit dem letzten Weltkrieg sind diese Terrier in Europa äußerst beliebt – vor allem bei Jägern und Reitern. Offiziell anerkannt wurde diese Hunderasse 1990 vom englischen Kennel Club; 2000 zog auch der FCI nach und nahm eine Aufteilung in die Hunderassen Jack Russell Terrier und Parson (Jack) Russell Terrier vor.

Aussehen

Jack Russell Terrier erreichen eine Schulterhöhe von 25-30 cm. Nach ihrer Größe richtet sich auch das empfohlene Gewicht. So sollte ein 25 cm großer Hund etwa fünf Kilo wiegen – ein 30 cm großer Hund ca. sechs Kilo. Insgesamt ist der Jack Russell Terrier länger als hoch. Der Umfang seines Brustkorbes direkt hinter den Ellenbogen liegt bei 40-43 cm.

Was die Fellfarbe anbelangt, so gibt es den kleinen Vierbeiner vorwiegend mit weißem Fell, auf dem Abzeichen in Schwarz, Braun oder Lohfarben zu sehen sind. Generell können alle Farben vorkommen, wie zum Beispiel ein weiß-braun-schwarzes Fell, ein weiß-schwarzes oder weiß-braunes Fell. Unterschiede gibt es auch, was die Fellvarianten anbelangt. Man unterscheidet in glatthaarige, rauhaarige und stichelhaarige Tiere.

Die v-förmigen Ohren des Jack Russell Terriers sind nach unten geklappt. Seine Rute darf herabhängen, wird in der Bewegung aber aufrecht getragen. Sofern er als Jagdhund verwendet wird, darf die Rute in Deutschland laut Tierschutzgesetz kupiert werden.

Jack Russell Terrier

Wesen

Der Jack Russell Terrier ist ein absoluter Familienhund, der jedoch viel Bewegung braucht. Weil er in erster Linie ein Jagdhund ist, zeichnen ihn Mut, Temperament, Ausdauer, Lauf- und Springvermögen aus. Darüber hinaus ist er lernwillig und gehorsam. Er braucht es, von seinem Halter gefordert zu werden. Allerdings hat er auch eine äußerst sensible Seite. Der neue Mitbewohner r liebt es, in seiner Familie Anerkennung und Schmuseeinheiten zu bekommen.

Seine unterhaltsamer Art sorgt dafür, dass es mit ihm nie langweilig wird. Kindern gegenüber ist er freundlich und er verträgt sich auch mit anderen Hunden. Trotzdem sollte man nie vergessen, dass Jack Russell Terrier viel Beschäftigung und Bewegung brauchen. Obwohl sie zu den kleinen Hunden zählen, fühlen sie sich in einer Stadtwohnung weniger wohl. Selbstverständlich können sie auch dort gehalten werden, sollten dann aber mehrmals am Tag Auslauf bekommen, um die Gegend erkunden zu können.

Ein großer Vorteil ist auch, dass dieser Vierbeiner anpassungsfähig und umgänglich ist. Er tollt gerne mit Kindern herum und erträgt sogar zwickende Hände, wenn er es gelernt hat. Dennoch sollten kleine Kinder niemals mit dem kleinen Freund alleine gelassen werden. Die Gefahr, dass diese das neue Familienmitglied nicht wie ein Lebewesen behandeln, ist zu groß.

Haltung

Jack Russell Terrier sind für Anfänger eher wenig geeignet. Sie brauchen Einfühlungsvermögen sowie eine konsequente Erziehung. Eine Haltung mit dieser Hunderasse wird dann schwer, wenn der Hund nicht lernt oder akzeptiert, wer in der Familie das Sagen hat. Dann kann der kleine Vierbeiner einen übertriebenen Beschützerinstinkt an den Tag legen und auch mit Aggressivität reagieren. Die richtige Erziehung vorausgesetzt, entwickelt sich der Jack Russell Terrier zu einem angenehmen, ausgeglichenen Zeitgenossen, der gerne mit den Menschen um ihn herum spielt und tobt.

Für Rentner sind die kleinen Hunde eher weniger geeignet, denn sie wollen sportlich immer gefordert werden. Wohl fühlen sie sich bei langen Spaziergängen – selbst bei Wind und Regen –, bei Ausflügen mit dem Fahrrad oder bei Hundesport. Außerdem werden die kleinen Vierbeiner nicht gerne alleine gelassen. Als Welpen brauchen sie sogar eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Widmet man ihnen zu wenig Aufmerksamkeit oder lässt sie lange Zeit alleine, jagen sie Autos oder Fahrrädern hinterher, legen ein aggressives Verhalten an den Tag, indem sie zum Beispiel die Wohnungseinrichtung zerlegen.

Viel Aufmerksamkeit muss der Fellpflege gewidmet werden, denn Jack Russell Terrier haaren permanent. Bei einem glatthaarigen reicht es vollkommen aus, diesen regelmäßig zu bürsten. Das Fell eines rauhaarigen Hundes muss zusätzlich einmal im Frühjahr getrimmt werden.

Wichtig ist auch, auf eine artgerechte Ernährung zu achten. Wie alle Hunde gehört der Jack Russell Terrier zu den Fleischessern. In Futtermischungen sollte dieses in ausreichender Zusammensetzung enthalten sein. Wie viel Futter sie bekommen, richtet sich nach ihrem Körpergewicht. Ein ausgewachsener Hund bekommt je Kilogramm Körpergewicht Futter mit 75 Kalorien. Bei der Auswahl der Futtermischung ist unbedingt auf Qualität zu achten. Enthalten sein sollten Proteine in Form von Fleisch und Fisch sowie Gemüse. Übergewicht muss in jedem Fall vermieden werden, da es zu einer verkürzten Lebenserwartung führen kann.

Die Lebenserwartung des Jack Russell Terrier liegt bei 15-18 Jahren.

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