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Dalmatiner

Dalmatiner sind eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus Kroatien. Man findet sie in Gruppe 6 unter den Laufhunden, Schweißhunden und verwandten Rassen.

Herkunft

Die Geschichte der Dalmatiner beginnt bereits im alten Ägypten. Man geht davon aus, dass diese Hunderasse von Indien über Ägypten und Griechenland in den westlichen Mittelmeerbereich gelangt ist. Von dort aus verbreiteten sich die Vierbeiner nach Frankreich und England. Während des viktorianischen Zeitalters war der Dalmatiner als Kutschenbegleithund sehr beliebt. Als Maskottchen der Feuerwehr wurde er im 19. Jahrhundert als lebende Sirene der Feuerwehrpferdekutsche eingesetzt.

Aussehen

Diese Hunderasse erreicht eine Schulterhöhe von 56-61 cm (Rüden) bzw. 54-59 cm (Hündinnen). Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es auch beim Gewicht. Rüden werden 27-32 kg schwer, Hündinnen wiegen 20-29 kg.

Unverkennbar bei Dalmatinern ist das weiße Fell, auf dem schwarze Punkte sitzen. Aufgrund ihres schönen und einzigartigen Fells dienten die Tiere als Vorlage für viele Filme, wie zum Beispiel „101 Dalmatiner“. Bei den Tupfen gibt es Farbunterschiede. Es kommen sowohl schwarze als auch dunkelbraune und hellbraune Tupfen vor. Das Fell dieser Hunderasse ist kurz, glatt und glänzend. Ebenso charakteristisch für sie ist die sichelförmige Rute.

Dalmatiner sind schlank und muskulös und haben einen geraden Rücken. Ihre Schultern und ihr Brustkorb sind kräftig. Sie haben einen harmonischen Schädel mit mäßigem Stop. Die hoch angesetzten Ohren haben eine abgerundete Spitze und sind am Kopf anliegend.

Wesen

Dalmatiner haben ein sehr angenehmes Wesen. Sie sind freundlich und verfügen trotz ihrer ausgeprägten Sensibilität über ein stabiles Nervensystem. Allerdings sollte man das lebhafte und ausdauernde Temperament seines neuen Mitbewohners nicht unterschätzen. Sollten die Tiere unterfordert werden, kann ihr immenser Bewegungsdrang in Aggressionen umschlagen. Ebenso möglich ist ein übertriebenes Schutzverhalten, da diese Hunderasse als sehr selbstständig gilt. Können die Tiere ihre Triebe ausleben, sind sie sanfte und anhängliche Zeitgenossen, die sich gerne in eine Familie integrieren. Damit sich die Vierbeiner rundum wohl fühlen, brauchen sie einen liebevollen Umgang sowie regelmäßige Streicheleinheiten.

Dalmatiner sind auch sehr clever und lernen Dinge möglicherweise schneller als andere Hunde. Ob sie das neu Erlernte aber auch tatsächlich anwenden, erwägen sie von Fall zu Fall neu ab. Die Hunde finden immer wieder Wege, Verbote zu umgehen und selbst gesetzte Ziele zu erreichen. Deshalb ist einer konsequente aber liebevolle Erziehung wichtig.

Haltung

Strenge und Autorität lassen sich mit einer artgerechten Erziehung dieser Tiere nicht vereinbaren. Vielmehr braucht der neue Mitbewohner positive Bestätigung sowie Aufmunterung und Lob. Dennoch sollte die Erziehung konsequent sein.

Dalmatiner gelten als ausdauernde Sportler, die sich gerne in der freien Natur aufhalten. Wind und Wetter scheuen sie nicht. Als Halter sollte man darauf achten, seinem kleinen Liebling genügend Auslauf zu geben. Sowohl Ausflüge zu Fuß als auch mit dem Fahrrad sind möglich. Agility und Denkspiele fordern die Tiere zusätzlich und sind geeignete Beschäftigungen. Ideal sind täglich mindestens 2 Stunden Auslauf, wobei ein Garten den Spaziergang nicht ersetzt. Aufgrund des großen Bewegungsdrang sollten die Vierbeiner in nicht zu kleinen Wohnungen gehalten werden. Hier fühlen sie sich nicht wohl.

Das sehr kurze und glatte Fell dieser Hunderasse ist nicht sehr pflegeintensiv. Es reicht vollkommen, das Fell ab und an zu bürsten.

Genetisch bedingt können bei dieser Hunderasse Taubheit, Koordinationsstörungen, Sehstörungen und Stoffwechseldefekte auftreten. Der Stoffwechsel kann über die Ernährung stabilisiert werden; Erbkrankheiten können von verantwortungsvollen Züchtern über die Generationen der Elterntiere reduziert werden.

Ernährung

Dalmatiner werden mit handelsüblichem Hundefutter ernährt. Ob man lieber Nass- oder Trockenfutter anbieten möchte, hängt von den persönlichen Vorlieben des neuen Mitbewohners ab. Hilfreich ist es auch, den Züchter, bei dem man seinen kleinen Liebling holt, zu fragen, welches Futter dieser verwendet bzw. woher er dieses bezieht.

Weil Dalmatiner unter einer Immunschwäche leiden, sollte ihrem Futter täglich ein Löffel Rapsöl zugesetzt werden. Allgemein ist wichtig, dass die Hunde wenig purinhaltiges Eiweiß bekommen. Demnach sind Geflügel- oder Lammfleisch eine bessere Wahl als Schweine-, Rind- und Kalbfleisch. Auf die regelmäßige Fütterung von Innereien sollte verzichtet werden.

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