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Chihuahua

Als kleinste Hunderasse der Welt haben viele den Chihuahua in ihr Herz geschlossen. Kein Wunder, beeindruckt der kleine Vierbeiner doch durch mehr sein niedliches Aussehen. Beim Chihuahua handelt es sich um eine von der FCI anerkannte mexikanische Hunderasse.

Herkunft

Es gibt viele Legenden, was die Herkunft des Chihuahua anbelangt. Es heißt, dass Chihuahuas Opferhunde der Azteken gewesen sind. Einer anderen Legende zufolge kamen sie mit den Wikingern nach Mexiko. Glaubt man Aufzeichnungen, dann stammt der Chihuahua aus Mexiko. Dort wurde diese Hunderasse um 1850 von Amerikanern entdeckt. Viele dieser Tiere wurden in die USA gebracht und dort als Arizona- oder Texas-Hunde bezeichnet. Erst später erhielten sie die Bezeichnung Mexikanische Chihuahuas und wurden nach ihrem Herkunftsland bekannt.

Die ältesten Funde stammen aus dem mexikanischen Staat Chihuahua, wodurch diese Hunderasse letztendlich auch ihren Namen bekommen hat. Erstmals tauchte der Chihuahua um 700 v. Chr. bei den Azteken als Haus- und Kulthund auf – wurde damals aber als Techichi bezeichnet.

Es gibt Chihuahuas in der Kurz- und der Langhaar-Variante. Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Chihuahua verbreitet. Damals begannen die Bauern der Provinz Chihuahua damit, ihre kleinen Hunde an Touristen zu verkaufen. So gelangten sie zunächst in die Vereinigten Staaten und dann nach Europa.

Aussehen

Chihuahuas haben eine Schulterhöhe von 18-23 cm. Dabei erreichen sie ein Gewicht von 1,5-3 Kilo. Tiere, die für die Zucht eingesetzt werden, müssen ein Mindestgewicht von zwei Kilo haben. Wenn sie im unteren Gewichtsbereich liegen, können sie gesundheitliche Probleme bekommen. Diese Tiere haben eine geringere Lebenserwartung und sind anfälliger für Herzbeschwerden. Deswegen sollte beim Kauf eines Chihuahuas in keinem Fall der kleinste Welpe eines Wurfs ausgesucht werden.

Den Chihuahua gibt es als Kurz- und als Langhaar-Variante. Der langhaarige Chihuahua hat weiches Haar, befranste Ohren sowie eine voll behaarte Rute und einen ausgeprägten Halskragen. Sein Haar ist entweder glatt oder leicht gewellt. Dahingegen besitzt der kurzhaarige Chihuahua dichtes, weiches, glänzendes Fell, das dicht am Kopf und am Körper anliegt.

Charakteristisch für Chihuahuas sind ihre überproportional großen Augen sowie die kurze Schnauze. Bei einer falschen Zucht sorgt dies für sehr empfindliche Augen, Zahnprobleme und Probleme beim Atmen. Chihuahuas haben einen Apfelkopf sowie einen ausgeprägten Stop mit einem kurzem, manchmal leicht zugespitztem Fang. Unverkennbar sind ihre großen, im Winkel von 45° abstehenden Ohren. Ihr kompakter Körper ist etwas länger als hoch. Diese Hunderasse trägt ihre mäßig lange Rute über den Rücken gebogen.

Den Chihuahua gibt es in vielen verschiedenen Farben – von reinem Weiß über weißlich mit cremefarbenen Abzeichen bis hin zu Tricolor und reinem Schwarz. Tiere mit der Farbe Blau und mit Merle-Schattierungen haben häufiger bestimmte Krankheiten oder Missbildungen.

Chihuahua

Wesen

Klein, aber oho! Diese Beschreibung trifft auf den Chihuahua zu wie auf keinen anderen Hund. Trotz seiner geringen Größe ist der Chihuahua mutig, darüber hinaus lebhaft, intelligent und lernbegierig. Leute um ihn herum wachsen ihm schnell ans Herz. Er kann aber auch seine temperamentvolle und neugierige Seite zeigen.

Der Chihuahua hängt sehr an seinem Besitzer und tut alles, um diesen zu beschützen. Ein großer Vorteil ist, dass sich der kleine Vierbeiner neuen Umständen schnell und ohne Probleme anpasst. Leider gilt dies auch für Sachen, die ihm erlaubt werden. Wenn er zwei bis dreimal etwas durfte, ist es schwer, ihm dies wieder abzugewöhnen, weil er dann auf sein angestammtes Recht besteht.

Chihuahuas stehen gerne im Mittelpunkt. Wenn sie nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen, kommt ihre schauspielerische Kunst zum Einsatz. Wenn Herrchen oder Frauchen dann völlig besorgt zum Tierarzt fahren, kommt es dort meistens zu einer Spontanheilung.

Kleine Unterschiede beim Charakter gibt es zwischen den beiden Chihuahua-Varianten. Der kurzhaarige Chihuahua, der der ursprüngliche Typ ist, ist ein wenig stur, eigenwillig und häufiger auf Streit aus. Dahingegen gilt der langhaarige Typ eher als sanft und verträglich. Bei ihm gestaltet sich die Erziehung ein wenig einfacher.

Haltung

Man sagt dem Chihuahua nach, sehr empfindlich und krankheitsanfällig zu sein. Tatsächlich ist dies aber nur bei unterernährten Tieren der Fall. Chihuahuas gelten als sehr pflegeleicht. Sie müssen lediglich jeden dritten Tag mit einem engmaschigen Kamm gekämmt und danach gebürstet werden.

Diese Hunderasse kann durchaus auch in kleinen Wohnungen gehalten werden, fühlt sich aber auch in kleineren Gärten sowie bei älteren Menschen wohl. Etwas Vorsicht geboten ist hingegen in Familien mit kleinen Kindern. Diesen fehlt noch das Verständnis für die richtige Behandlung von Tieren.

Der Chihuahua ist keinesfalls als reines Schoßhündchen geeignet, sollte aber auch nicht den ganzen Tag alleine gelassen werden. Bei schönem Wetter geht der kleine Vierbeiner gerne spazieren. Trotz seiner kleinen Beine kann er mühelos größere Strecken zurücklegen. Auch Agility ist für ihn geeignet. Bei kälteren Temperaturen sollte daran gedacht werden, seinem kleinen Liebling einen Pullover oder eine Jacke anzuziehen – zumindest bei Tieren mit kurzem Haar. Weil er sehr gerne alleine läuft, sollte er nicht ständig auf dem Arm getragen werden. Hin und wieder lässt sich der Chihuahua aber natürlich auch gerne verwöhnen. Übertreiben sollte man es damit aber nicht.

Bei der Ernährung des Chihuahua sollte immer auf die richtige Zusammensetzung von Kohlenhydraten, Eiweiß, Fett, Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen geachtet werden. Auf dem Speiseplan landen dürfen Muskelfleisch von gekochtem Fisch, gekochtem Geflügel, Kalb, Kaninchen, Rind, Lamm und gekochtem Wild. Auch Dosenfutter ist geeignet, sollte jedoch mit gekochten Haferflocken oder Kartoffeln, Gemüse, Obst, Maisflocken, Reis und Teigwaren angereichert werden. Kauknochen sorgen für eine gute Abnutzung der Zähne. Hin und wieder sind Leckerlis, wie Hundekekse und Hundebiskuit, erlaubt. Weil Hundekuchen schwer verdaulich sind, dürfen sie aber niemals zusammen mit Fleisch verfüttert werden. Gekochtes Gemüse kann als Beifutter in Form von Blumenkohl, Broccoli, Erbsen, Gurke, Kartoffeln, Mais, Spinat und Möhren zugesetzt werden. Obst sollte wegen der Gefahr von Durchfall nur in Maßen verfüttert werden. Verträglich sind Äpfel, Bananen, Birnen, Erdbeeren, Mango und Kiwi. Daneben sollten auch eingeweichtes Getreide (Brot, Hafer, Reis, Reisflocken und Teigwaren) sowie Milchprodukte (Frischkäse, Hüttenkäse, Käse, Quark) in kleinen Mengen auf dem Speiseplan stehen. Außerdem sollte der Chihuahua jederzeit Zugang zu frischem Wasser haben.

Chihuahuas haben eine Lebenserwartung von 16 Jahren. Der älteste bekannte Chihuahua hat sogar ein Alter von 24 Jahren erreicht.

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