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Bologneser

Die italienische Hunderasse Bologneser wird gerne als Begleit- und Familienhund gehalten. Sein niedliches Aussehen macht die kleine Hunderasse weltweit beliebt.

Herkunft

Der Bologneser hat seinen Ursprung in Italien. Seinen Namen hat er von der italienischen Stadt Bologna bekommen. Dort war er zwar heimisch, stammte aber eigentlich nicht von dort. Heute geht man davon aus, dass Seeleute den Hund von den Balearen in die Stadt gebracht haben. Während der Renaissance wurde diese Hunderasse sowohl in Italien als auch in Frankreich verehrt.

Was die Herkunft anbelangt, so ähnelt diese der des Malters. Beide haben die gleichen Vorfahren, die Aristoteles 300 bis 400 Jahre vor Christus mit dem lateinischen Begriff „canes melitenses“ versah. Bereits zu Zeiten der Römer waren Bologneser hoch geschätzte Geschenke, die sich Herrscher untereinander machten, um sich gegenseitigen Respekt zu zollen. Vor allem an den Höfen der Medici, der d’Este und der Borgia erfreuten sich diese Geschenke großer Beliebtheit.

So soll Cosimo de‘ Medici acht Bologneser mit nach Brüssel gebracht haben, um sie dem belgischen Adel als Geschenk machen zu können. Eine weitere geschichtliche Erwähnung des kleinen Hundes gibt es aus dem 16. Jahrhundert: Philipp II., König von Spanien, bekam vom Herzog d’Este zwei dieser Tiere geschenkt und bedankte sich mit den Worten, diese Hunde seien „das königlichste Geschenk, das man einem Kaiser machen könne“. Auch Kaiserin Maria Theresia, Madame de Pompadour und Katharina die Große nannten Bologneser ihr Eigen. Später war diese kleine Hunderasse in der DDR sehr beliebt.

Aussehen

Diese Hunderasse hat einen gedrungenen, kompakten Körper. Bei einer Schulterhöhe von 25 bis 30 cm erreichen sie ein Gewicht von nur 2,5 bis 4 kg. Typisch für ihr Aussehen ist der flache Oberkopf und der quadratische Fang. Seine runden Kulleraugen sind dunkel und zeigen einen lebendigen Blick. Außerdem haben die kleinen Vierbeiner hoch angesetzte Ohren und viel Ohrbehang. Ihr Rücken ist gerade und mittellang, der Brustkorb gut gewölbt, die Lenden sind etwas gewölbt. An den kurzen und geraden Vorderläufen kann man diese kleine Hunderasse ebenfalls erkennen. Seine Rute trägt der Bologneser gekrümmt über dem Rücken. Das reinweiße Fell ist weich und bedeckt den ganzen Körper.

Wesen

Bologneser sind sehr intelligente Hunde und darüber hinaus ihrem Halter oder ihrer Familie treu ergeben. Ihr fröhliches Wesen zaubert jedem ein Lächeln ins Gesicht. Charakteristisch für diese Hunde ist auch ihre anhängliche und anschmiegsame Art – kuscheln und gestreichelt werden mögen sie sehr gerne. Allerdings sind sie fremden Leuten gegenüber etwas scheu.

Weil Bologneser sehr unternehmungslustig und lernwillig sind, sollte man mit ihnen eine Hundeschule besuchen. Größeren Kindern ist dieser Hund ein treuer Spielkamerad. Obwohl der neue Familienzuwachs klein ist, gelten diese Hunde als robust und unempfindlich. Deswegen sollten sie auch nicht wie Schoßhunde behandelt werden. Eigentlich ist der Bologneser immer zum Spielen aufgelegt und passt deshalb ideal in eine Familie mit Kindern.

Das Bewegungsbedürfnis des neuen Familienmitgliedes hält sich aufgrund der geringen Größe in Grenzen. Er braucht nicht unbedingt ein Haus mit Garten, sondern fühlt sich auch in einer Stadtwohnung wohl.

Haltung

Damit das Fell des Bologneser schön bleibt, muss es zwei- bis dreimal pro Woche gebürstet werden. Dies kann am Anfang ein wenig Geduld erfordern, denn der kleine Hund muss sich erst daran gewöhnen. Alle vier bis sechs Wochen steht dann ein Bad an. Hierbei sollte spezielles Hundeshampoo verwendet werden. Neben der Fellpflege muss auch auf die Augenpflege geachtet werden. Damit sich keine Tränenspuren bilden, sollten die Augen täglich vorsichtig ausgewaschen werden.

Die Schoßhunde lieben es, die ihnen ans Herz gewachsenen Menschen auf Spaziergängen zu begleiten. Obwohl sie viel Temperament besitzen, haben sie keinen übertriebenen Bewegungsdrang. An die frische Luft sollten sie trotzdem kommen – schon alleine um ihnen Abwechslung zu verschaffen. Bei alledem ist wichtig, dass der neue Mitbewohner immer einen direkten, engen menschlichen Kontakt hat. Er passt besonders gut in liebevolle Familien. Alleine gelassen wird er nur äußerst ungern.

Aufgrund ihrer geringen Anforderungen eignen sich Bologneser auch für Anfänger. Sportarten, die man mit ihnen ausüben kann, sind Dogdancing, Obedience, Turnierhundesport sowie Agility. Eine liebevolle aber konsequente Erziehung ist bei diesem Familienzuwachs ein Muss, sonst legt er bald das Verhalten eines kleinem launischen Kindes an den Tag.

Bologneser essen gerne mehr als sie sollten. Ihre Essensrationen müssen penibel überwacht werden, damit sie nicht übergewichtig wird. Betteln am Tisch sollte unterbunden werden. Diese kleine Hunderasse sollte pro Tag 60 g mageres Rind- oder Schweinefleisch in kleinen Stücken angeboten bekommen, dazu 30 g gekochten und gut abgespülten Reis sowie 30 g gekochtes Gemüse.

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