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Artgerechte Laufräder für Goldhamster

Goldhamster haben von Natur aus einen starken Bewegungsdrang, den man als Halter unbedingt unterstützen sollte. So sollte das neue Haustier nicht nur regelmäßig Auslauf bekommen, sondern auch ein artgerechtes Laufrad haben. Allerdings ist es gar nicht so leicht, dieses zu finden, denn die meisten Laufräder im Zoofachhandel sind weit davon entfernt, den Ansprüchen des Hamsters gerecht werden zu können.

Bevor man sich einen Goldhamster als neuen Mitbewohner nach Hause holt, sollte man wissen, wie ein artgerechtes Laufrad aussieht und welche Varianten nicht nur unbequem für das Tier sind, sondern auch sehr gefährlich sein können.

Warum brauchen Goldhamster Laufräder?

Die meisten glauben, wenn ihr Goldhamster einen ausreichend großen Käfig hat, braucht er weder Auslauf noch ein Laufrad. Doch gerade weil Hamster in Freiheit auf der Suche nach Nahrung jede Nacht mehrere Kilometer zurücklegen, sollten sie auch in Gefangenschaft die Möglichkeit haben, diesem Drang nachzugehen. Übrigens hilft dabei nicht nur ein artgerechtes Laufrad, sondern auch, das Futter nicht in einem Futternapf zur Verfügung zu stellen, sondern im Käfig zu verstreuen.

Laut Tierärztlicher Vereinigung für Tierschutz sollte jeder Goldhamster in seinem Käfig ein verletzungssicheres Laufrad haben. Dies ist die Mindestausstattung eines Hamsterkäfigs. Die noch immer weit verbreitete “Laufradsucht”, die viele davon abhält, ihrem kleinen Mitbewohner ein Laufrad in den Käfig zu stellen, konnte in wissenschaftlichen Studien inzwischen widerlegt werden. Vielmehr ist es dank einem Laufrad möglich, Stereotypien zu vermindern, die physische Kondition des friedlichen Artgenossen sowie seine Hirnfunktionen zu verbessern.

Wie sehen Laufräder aus, die nicht artgerecht sind?

Laufräder, die eigentlich nicht mehr im Handel angeboten werden dürften, sind meist aus Plastik oder Metall hergestellt und für den Goldhamster fast immer viel zu klein. Oftmals verfügen Billig-Laufräder zudem über Sprossen statt einer geschlossenen Lauffläche. Hier besteht eine hohe Verletzungsgefahr, zum Beispiel, indem sich die Tiere ihre Gliedmaßen einklemmen. Viele Laufräder, die an einer Käfigwand oder einseitig an einem Ständer befestigt werden, sind völlig offen und haben keine verschlossene Rückseite. Auch hier droht eine erhebliche Verletzungsgefahr. Neben der Lauffläche und dem Aufbau spielt auch die Größe des Laufrads eine entscheidende Rolle. Bei zu kleinen Modellen ist der Rücken des Tieres beim Laufen ständig durchgebogen und sein Nacken wird extrem nach hinten gekrümmt. Dies kann recht schnell zu gesundheitlichen Problemen führen.

Wie sieht ein artgerechtes Goldhamster-Laufrad aus?

Ein artgerechtes Laufrad für Mittelhamster sollte einen Durchmesser von mindestens 25 cm haben. Für Goldhamster ist das 27 cm große WodentWheel von Rodipet eine gute Wahl. Das WodentWheel verfügt über eine geschlossene, flache und nicht nach vorne abfallende Lauffläche ohne Sprossen, sowie über eine solide und geschlossene Rückwand. Nager, die ein solches artgerechtes Laufrad ihr Eigen nennen, sind aus diesem meistens gar nicht mehr herauszubekommen.

Was kostet ein gutes Laufrad für Goldhamster?

Bei der Anschaffung eines artgerechten Laufrads für den Goldhamster muss mit Kosten von etwa 20-35 Euro gerechnet werden. Der etwas höhere Preis im Vergleich zu den Billig-Varianten aus Plastik macht sich jedoch durch die Vorteile in Sachen Hochwertigkeit, Langlebigkeit und Verletzungssicherheit auf Dauer locker wieder bezahlt.

Wo bekomme ich artgerechte Goldhamster-Laufräder?

Erhältlich sind artgerechte Hamster-Laufräder in Onlineshops, wie zum Beispiel bei www.rodipet.de. Dort gibt es das WhodentWheel in verschiedenen Größen, nicht nicht nur für Goldhamster, sondern auch für kleinere Artgenossen wie Zwerghamster. Zusätzlich kann zwischen verschiedenen Farben gewählt werden. Der Preis für das Rad liegt bei ca. 20 Euro. Ebenfalls im Onlineshop erhältlich sind artgerechte Laufräder aus Kork, bei denen die gewünschte Höhe des Laufrades exakt eingestellt werden kann. Auch bei diesem Laufrad gibt es eine komplett geschlossene Lauffläche, so dass Beinverletzungen vermieden werden. Die Anschaffungskosten dieses Laufrads liegen bei knapp über 30 Euro.

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