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Goldhamster

Aussehen

Goldhamster gehören zu den Nagetieren, bei denen die Weibchen ein Gewicht von 80-150 g erreichen, die Böcke werden 100-160 g schwer. Da Goldhamster weitsichtig sind, sehen sie äußerst unscharf, haben dafür aber ein sehr gutes Gehör sowie einen ausgesprochen guten Geruchssinn. Außerdem besitzen sie Schnurrhaare, mit denen sie ihre Umgebung auch bei völliger Dunkelheit ertasten können.

Eine anatomische Besonderheit sind die Backentaschen. Diese sind namensgebend für diese Tiere. Denn Hamster “hamstern” in diese Backentaschen ihr Futter, das sie dann ins Nest transportieren. Goldhamster haben vorne oben und unten jeweils zwei ständig nachwachsende und wurzellose Nagerzähne.

Verbreitungsgebiet

Der natürliche Lebensraum von Goldhamstern ist Vorderasien in der Grenzregion von Syrien und der Türkei.

Lebenserwartung

Goldhamster haben eine sehr kurze Lebenserwartung, die im Durchschnitt bei 1,5-2,5 Jahren liegt. In der freien Natur schaffen die meisten Hamster es nicht einmal, älter als ein Jahr zu werden. Dafür sind Umwelteinflüsse, Revierkämpfe, natürliche Fressfeinde sowie menschliches Eingreifen verantwortlich.

Geschlecht

Bei Jungtieren ist es nicht so leicht, eine Geschlechtsbestimmung vorzunehmen. Nur im direkten Vergleich ist dies möglich. So liegt bei den männlichen Goldhamstern die Afteröffnung und die Geschlechtsöffnung etwas weiter auseinander als beim Weibchen. Zudem kann man bei Böcken deutlich die Hoden erkennen, bei den Weibchen sind zwei Reihen von Zitzen auffällig. Außerdem haben Männchen ein spitz zulaufendes Hinterteil, während der Po bei Weibchen eher rund und das Becken etwas breiter ist.

Haltung

Goldhamster sind absolute Einzelgänger, was von Haltern respektiert werden sollte. Für Kinder sind diese Tiere weniger geeignet, da sie als nachtaktiv gelten und eher zum Beobachten gedacht sind.

Beim Hamsterkäfig gilt: je größer desto besser. Als Mindestmaß werden 150×75 cm angegeben, die Höhe sollte idealerweise bei 30 cm liegen, wobei größer immer besser ist. Anstatt eines Gitterkäfigs kann man auch auf Terrarien zurückgreifen. Meistens erfüllen nur diese die artgerechten Mindestmaße. Da Goldhamster einen natürlichen Lauftrieb haben, sollten sie regelmäßig Auslauf bekommen. Ebenso wichtig ist, ein tiergerechtes Laufrad zu kaufen. Weiteres Käfigzubehör sind ein Futternapf, eine Wasserschüssel oder einer Wassertränke, ein Haus, welches mehrere Kammern und ein abnehmbares Dach besitzen sollte, sowie diverses Spielzeug und ein Sandbad. Dieses sollte mit hochwertigem Chinchillasand befüllt werden. Für den Hamster bedeutet das Baden darin Stressabbau und Fellpflege.

Ernährung

Man sollte wissen, dass Goldhamster keine reinen Vegetarier sind. Besonders gerne mögen sie lebendige oder getrocknete Mehlwürmer und andere Insekten. Im Handel gibt es Futtermischungen, bei denen bereits Fleischstücke und Insekten beigemischt sind. Ansonsten sollte man diese gesondert kaufen und dem Tier regelmäßig zur Verfügung stellen. Wer sich davor ekelt, kann auch zwei- bis dreimal die Woche Magerquark füttern. Auch Frischfutter, wie zum Beispiel Gurken, Karotten, Äpfel und Paprika, sollten zwei- bis dreimal die Woche gefüttert werden. Eine willkommene Abwechslung zum herkömmlichen Speiseplan sind getrocknete Kräuter sowie Zweige von Obstbäumen und Nussbäumen. Sparsam sein sollte man mit zuckerhaltigen Leckerlis. Was die Futtermenge anbelangt, so sollte diese bei 10-12 g je 100 g Körpergewicht pro Tag liegen.

Jeden Tag sollte zudem das Wasser gewechselt werden.

Verhalten

Wer einen Hamster hat, wird schon sehr bald feststellen, dass jedes Tier seine Eigenarten und liebenswerten Macken hat. Es gibt aber auch Verhaltensweisen, die bei jedem Goldhamster gleich sind.

Wenn der Hamster von der Hand seines Halters zurückweicht, ist dies ein Zeichen für Unsicherheit und Angst. Dann sollte man seine Hand nicht bewegen und warten, bis das Tier selbst auf einen zukommt. Häufig beobachten kann man, dass der Goldhamster nach der Reinigung des Käfigs sehr eng am Boden entlangschleicht und nervös schnüffelt. Dies liegt daran, dass er sich in einer für ihn neuen Umgebung befindet und diese erst erkunden muss.

Hamster, die gerade erst aufgestanden sind, haben zusammengefaltete Ohren und bewegen sich enger am Boden. Da die Tiere sich nach dem Aufstehen gerne zuerst putzen, sollte man das Nagetier unbedingt in Ruhe lassen, bis es dies erledigt hat. Ein Zeichen dafür, dass sich das Tier wohl fühlt, ist das Wühlen in der Einstreu sowie ein ausgiebiges Sandbad und ausgiebiges Putzen.

Umgang

Schon vor dem Hamsterkauf sollte auf den neuen Mitbewohner Zuhause der fertig eingerichtete Käfig warten. Anschließend sollte man dem Goldhamster einige Tage Eingewöhnungszeit geben, damit sich dieser mit seinem neuen Revier vertraut machen kann. Nach dieser Eingewöhnungszeit kann man versuchen, den Hamster handzahm zu machen, indem man sich ihm langsam und mit einer ruhigen Stimme nähert und versucht, dem Goldhamster Leckerlis von der Hand zu reichen. Wenn man Glück hat, schafft man es, dass das Nageltier irgendwann auf die Hand klettert und sich herausnehmen lässt.

Für Hamster ist der tägliche Auslauf besonders wichtig. Um das Tier an sich zu gewöhnen, sollte man sich am besten dazu setzen.

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