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Hamster

Aussehen – So sehen Hamster aus

Hamster gehören zu den beliebtesten Haustieren überhaupt. Weil es verschiedene Rassen gibt, kann keine einheitliche Aussage über Größe und Gewicht getroffen werden. Während der Roborowski-Zwerghamster eine Größe von lediglich 7 cm erreicht, können Goldhamster bis zu 18 cm groß werden. Goldhamster können bis zu 160 g schwer werden, der Dsungarische Zwerghamster ist mit einem Gewicht von bis zu 50 g dagegen eher leicht.

Typisch für Hamster ist, dass sie über kräftige Nagezähne verfügen, die immer wieder nachwachsen. Und auch ihre Backentaschen, in denen sie Nahrung sammeln und diese in ihr Nest tragen, sind typisch.

Verbreitungsgebiet

In der freien Natur leben Hamster in trockenen und halbtrockenen Gebieten Eurasien. In Mitteleuropa trifft man nur den Feldhamster.

Lebenserwartung – Wie alt werden Hamster?

Hamster haben eine relativ kurze Lebenserwartung und werden je nach Rasse 1,5-3 Jahre alt. Oftmals wird das Mindestalter aufgrund von Überzüchtungen, die beispielsweise zu Krankheiten führen, aber nicht erreicht.

Geschlecht

Kenner werden das Geschlecht beim Hamster relativ einfach unterscheiden können. So liegen beim Weibchen die Öffnungen von Harn und After recht dicht beieinander, die Scheidenöffnung liegt quer zwischen dem After und dem Harnröhrenzapfen.

Charakteristisch für das Männchen ist, dass dieser Abstand größer ist. Allerdings ist es gerade bei Jungtieren schwer, eine Geschlechtsbestimmung vorzunehmen. Bei älteren männlichen Hamstern hingegen kann man deutlich die Hoden erkennen.

Artgerechte Hamsterhaltung

Hamster sind Einzelgänger und sollten deswegen auch einzeln gehalten werden. Damit sich der Nager wohl fühlt, ist es wichtig, einen artgerechten Käfig mit ansprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten einzurichten. Außerdem sollte in Erwägung gezogen werden, dem Tier regelmäßig einen Auslauf zu ermöglichen.

Generell gilt: Je größer das Gehege, umso wohler wird sich der Hamster fühlen. Leider eignen sich die im Zoofachhandel erhältlichen Käfige aufgrund ihrer geringen Fläche nicht für die artgerechte Haltung. Besser ist es, auf offene Aquarien zurückzugreifen oder einen Eigenbau anzulegen. Im Gehege des Hamsters sollte sich mehrere Zentimeter hohe Einstreu befinden. Ebenso wichtig ist ein artgerechtes, also ausreichend großes, Laufrad sowie ein Sandbad, das mit Chinchilla-Sand gefüllt wird, eine Trinkflasche sowie ein Haus, das mehrere Kammern und ein abnehmbares Dach besitzt. Außerdem sollte an diverse Spielmöglichkeiten, wie Röhren und Brücken, gedacht werden.

Ernährung – Was fressen Hamster?

Der Speiseplan des Hamster sollte nach Möglichkeit äußerst abwechslungsreich gestaltet werden. Dazu gehört einerseits Trockenfutter als Grundnahrungsmittel (ca. 2 Teelöffel täglich). Dieses gibt es in vielen Fachgeschäften. Zusätzlich sollten dem Hamster verschiedene kleine Sämereien, wie in etwa Hirse, gereicht werden. Ebenso wichtig ist, dem Nager einmal täglich eine kleine Portion Frischfutter zu geben. Am besten eignen sich Gemüse und Obst, wie Apfel, Gurke, Karotten und Birnen.

Eine gute Ergänzung sind Kräuter, Blätter und Blüten, die es auch in getrockneter Form gibt. Besonders gerne mögen die Tiere Löwenzahn, Petersilie sowie Sonnenblumenblüten. Da Hamster keine reinen Vegetarier sind, sollten sie hin und wieder auch ein Stückchen fleischliche Kost bekommen. Ideal sind kleinere Futterinsekten, wie Mehlwürmer, Grillen und Heuschrecken. Diese gibt es auch in getrockneter Form. Ein- bis zweimal pro Woche können auch ein Stück gekochtes Eiweiß, ein wenig Käse sowie ein Teelöffel mager Quark und Joghurt angeboten werden.

Zum Abnutzung der Zähne sind Zweige von Obst- oder Nussbäumen ideal. Außerdem sollten die Tiere täglich frisches Wasser bekommen.

Verhalten

Hamster sind echte Meister darin, Schmerzen und Unwohlsein zu verstecken. Deshalb ist ein wöchentlich durchgeführter Gesundheitsscheck besonders wichtig.

Normalerweise machen sich Hamster nicht durch Lautsprache bemerkbar. Doch auch hier kann es Unterschiede geben. So kann es Tiere gegeben, die meckern, wenn ihnen etwas nicht passt.

Besonders wichtig für den Hamster ist ein Sandbad. Dieses dient nicht nur der Fellreinigung, sondern auch dem Stressabbau. Das Gleiche gilt für das Laufrad.

Hamster sind nachtaktive Tiere und kommen meistens erst am späten Abend aus ihrem Haus heraus. Tagsüber sollten sie die nötige Ruhe haben, um zu schlafen. Deshalb sind sie als Haustiere für Kinder vollkommen ungeeignet.

Umgang

Am Anfang brauchen die Tiere ein wenig Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Erst nach einigen Tagen sollte man versuchen, den Hamster handzahm zu machen, indem man sich dem Käfig mit einem Leckerli auf der Hand langsam nähert und mit beruhigenden Worten zu dem Tier spricht.

Um den Hamster hoch zu nehmen oder einzufangen, ist eine Dose oder ein Karton hilfreich. Vor allem dann, wenn das Tier noch nicht handzahm ist. In diese Gefäße sollte ein Teil des Nestes und Futter gegeben werden. Viele Hamster ziehen sich dann dorthin zurück und können ganz leicht eingefangen werden.

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