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Geckos züchten

Viele wollen Geckos züchten, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was dies eigentlich bedeutet. Schließlich kann man als unerfahrener Terrarienhalter so einiges falsch machen. Wir informieren darüber, wann Geckos geschlechtsreif sind, wie die Paarung abläuft und worauf bei Trächtigkeit und Schwangerschaft geachtet werden muss. Außerdem erklären wir, wann die Babys schlüpfen und was diese nach ihrer Geburt brauchen.

Wann sind Geckos geschlechtsreif?

Mit etwa 10-12 Monaten gelten Geckos als geschlechtsreif. Den Weibchen zuliebe sollte man aber mit der Zucht bis zu einem Alter von 15-18 Monaten warten. Vorher sind weibliche Geckos noch sehr empfindlich. Eine zu frühe Paarung könnte ihre inneren Organe schädigen.

Wie verläuft die Paarung bei Geckos?

Obwohl für die Zucht eigentlich nur ein Männchen und ein Weibchen erforderlich sind, sollte man aufgrund des immensen Paarungstriebes der männlichen Geckos lieber drei Weibchen in dessen Gehege setzen. Die Paarung selbst ist eher aggressiv und beginnt damit, dass das Männchen das Weibchen zunächst züngelnd verfolgt und darauf wartet, bis es seinen Nackenbiss setzen kann. Die eigentliche Paarung beginnt, wenn der männliche Gecko das Weibchen fest im Griff hat.

Worauf muss bei Trächtigkeit und Schwangerschaft geachtet werden?

Dass ein Gecko schwanger ist, erkennt man daran, dass dieser relativ schnell an Umfang zulegt. Bei Tieren, die hoch trächtig sind, kann man sogar die Eier durch die Bauchhaut erkennen. Jetzt benötigt das Weibchen besonders viele Vitamine und Mineralien. Bei der Fütterung sollte darauf geachtet werden, dass der Gecko mehr zu fressen bekommt als sonst. Außerdem müssen die Futterinsekten mit Vitaminen und Mineralien bestäubt werden.

Etwa 30 Tage nach der Paarung kann man das Weibchen dabei beobachten, wie dieses Probegrabungen im Terrarium macht. Wenige Tage später legt es dann zwei Eier in einer Grube ab und schüttet diese mit Sand zu. Der Halter sollte die Eier nun in einen Inkubator legen. Dort herrscht idealerweise eine Durchschnittstemperatur von 28 °C und eine Luftfeuchte von 90 %. Bei diesen Bedingungen schlüpfen etwa 80 % Weibchen – die Rate liegt bei knapp 95 %. Die Umgebungstemperatur im Inkubator sollte immer den Bedürfnissen der jeweiligen Geckoart angepasst werden.

Mit den Gecko-Eiern muss äußerst sorgsam umgegangen werden. 24 Stunden nach der Eiablage dürfen sie nicht mehr gedreht werden – dies würde dazu führen, dass das Baby abstirbt.

Wann schlüpfen die Babys?

Je nach Geckoart schlüpfen die Babys ungefähr nach 2-3 Monaten. Dann sollten sie unter den gleichen Haltungsbedingungen leben wie ihre Eltern. Damit es nicht zu größeren Streitigkeiten kommt, sollten maximal zwei Tiere in einem Behälter aufgezogen werden.

Nach ihrer Geburt sind die Jungtiere etwa 6-7 cm groß.

Was brauchen junge Geckos nach der Geburt?

Bis sie 3-7 Tage alt sind, ernähren sich die kleinen Geckos vom Dotter, der sich im Ei befindet. Erst danach muss mit ihrer Fütterung begonnen werden. Dass dieser Zeitpunkt gekommen ist, erkennt man daran, dass sich die Babys zum ersten Mal gehäutet haben.

In ihren ersten drei Lebenswochen bekommen die Gecko-Babys jeden Tag mehrere Futtertiere, deren Größe mit zunehmendem Alter steigen kann. Wenn sie etwa drei Monate alt sind, sollten sie nur noch alle vier Tage Futter bekommen, ab dem sechsten Monat reicht es, die Geckos dreimal in der Woche zu füttern. Tiere, die noch sehr jung sind, sollten lediglich Futtertiere mit einer Größe von 2-8 mm bekommen.

Aufgezogen werden die kleinen Geckos in einem separaten Aufzuchtbecken, das die Maße von 40 x 20 x 20 cm (L x B x H) haben sollte. Sind sie 2-3 Wochen alt, werden die Jungtiere in einem größeren Aufzuchtbecken untergebracht. In diesem sollte sich nicht nur eine Wasserschale, sondern auch eine Höhle befinden. Im Aufzuchtbecken sollten an der wärmsten Stelle tagsüber Temperaturen von 30° herrschen, nachts kann es gerne etwas kühler sein.

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