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Leopardgecko

Der Leopardgecko gehört, vor allem auf Grund seiner farbenprächtigen Muster und seines zutraulichen Wesens, zu den beliebtesten Geckoarten. Weil es diese Geckos in verschiedenen Farbformen gibt, sind beim Aussehen der Vielfalt keinerlei Grenzen gesetzt.

Lateinische Bezeichnung

Der Leopardgecko trägt die lateinische Bezeichnung Eublepharis macularius.

Verbreitungsgebiet des Leopardgeckos

Das Hauptverbreitungsgebiet von Leopardgeckos liegt in Afghanistan, Iran, Irak, Indien sowie Pakistan. Dort hält sich der Leopardgecko vorrangig in trockenen bis halbtrockenen Steppengebieten und trockenen Grasländern auf.

Aussehen

Die zwischen 25 und 30 cm groß werdenden Leopardgeckos gelten als besonders farbenprächtig. Im Laufe der Jahre entstanden durch Auswahlzuchten diverse Zeichnungsmuster und Farben, wobei der Bauch der Tiere meistens hellgrau bis weiß ist. Ebenso besonders wie die vielen Farbformen ist der auffallend lange Kopf der Geckos, der mit auffälligen Augenlidern ausgestattet ist. Ihr Schwanz wirkt im Ansatz fleischig verdickt und ist segmentartig gegliedert. Er umfasst etwa ein Drittel der Kopf-Rumpf-Länge. Der typische Leopardgecko hat eine gelbe bis grauviolette Grundfärbung und besitzt viele schwarzbraune Flecken. Charakteristisch für ihn ist auch der häufig vorzufindende helle Rückenlängsstreifen.

Im Gegensatz zu anderen Geckoarten besitzt der Leopardgecko an den Zehen keine Haftlamellen, sondern lediglich Krallen.

Lebenserwartung

Leopardgeckos können ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.

Geschlechtsbestimmung und Fortpflanzung beim Leopardgecko

Erst ab einem Alter von 6-10 Monaten kann das Geschlecht bei Leopardgeckos eindeutig bestimmt werden. Um eine Geschlechtsbestimmung vorzunehmen, betrachtet man die Unterseite des Tieres. Während man beim männlichen Leopardgecko im Bereich der Kloake eine Reihe von Präanalporen erkennen kann, fehlen diese beim Weibchen. Ebenso verlässlich bei der Geschlechtsbestimmung ist ein Blick auf den Schwanzansatz. Beim männlichen Gecko ist hier eine deutliche Verdickung, die als Hemipenistaschen bezeichnet wird, zu erkennen.

Weibliche Leopardgeckos können zehnmal im Jahr jeweils zwei Eier legen. Eine Verpaarung sollte aber erst dann stattfinden, wenn das Weibchen ein Gewicht von 50 g erreicht hat. Nach der Paarung dauert es etwa 3-4 Wochen bis zur Eiablage. Die Jungtiere schlüpfen nach etwa 50-90 Tagen, wobei die Spanne zwischen der Eiablage und dem Schlüpfen stark von der Temperatur im Inkubator abhängig ist.

Typisches Verhalten von Leopardgeckos

Die nachtaktiven Leopardgeckos schlüpfen aus ihrem Versteck, sobald das Licht aus ist. Dann beginnen sie zunächst damit, im Terrarium herum zu streifen, um Futter zu finden. Tagsüber trifft man den Leopardgecko nur dann, wenn er aus seinem Versteck kommt, um zu koten.

Ebenso wie einige andere Geckoarten, besitzen Leopardgeckos die Fähigkeit, bei Gefahr ihren Schwanz abzuwerfen. Dass seine Feinde über diesen Trick verblüfft sind, nutzt der Gecko, um unbemerkt zu fliehen. Der Schwanz des Tieres wächst nach einiger Zeit wieder nach, ist dann aber anders gefärbt und besitzt eine feinere Beschuppung.

Leopardgecko – Haltung

Leopardgeckos, vor allem die männlichen, besitzen ein ausgeprägtes Revierverhalten. Deshalb darf man auf keinen Fall zwei Männchen zusammenhalten. Ansonsten können die Tiere aber problemlos paarweise oder in einer Gruppe gehalten werden. Da sie in freier Wildbahn in größeren Gruppen leben, sollte man diese Geckoart auf keinen Fall einzeln halten. Ideal ist eine Konstellation aus einem Männchen und mehreren Weibchen.

Die Größe des Terrariums sollte sich an der Anzahl der Tiere orientieren. Für die Haltung eines Paares sollten die Mindestmaße von 60x45x30 cm nicht unterschritten werden. Was die Einrichtung des Terrariums anbelangt, sollte diese dem natürlichen Verbreitungsgebiet der Geckos ähneln. Das bedeutet, den Boden des Terrariums mit einer etwa 10 cm hohen Sandschicht zu bedecken, eine Höhle pro Leopardgecko sowie ein geregelter Tag-/Nacht-Rhythmus.

Da der Leopardgecko zu den wechselwarmen Tieren gehört, müssen verschiedene Temperaturzonen im Gehege vorhanden sein. An der heißesten Stelle sollte es 35 °C warm sein, in der übrigen Umgebung 28-30 °C. In der Nacht sollte die Temperatur auf 20-22 °C abgesenkt werden. Neben dem richtigen Klima spielt auch die Beleuchtung eine entscheidende Rolle. Mithilfe von Leuchtstoffröhren, LED-Lichtleisten und UV-Leuchtstoffröhren kann genügend Sonnenlicht simuliert werden, damit die Verdauung der kleinen Echse angeregt wird.

Ernährung des Leopardgeckos

Leopardgeckos fressen kleine Insekten, wie Heuschrecken, Grillen, Zophobas und kleine Schaben. Diese müssen, bevor sie verfüttert werden, mit Mineralien- und Vitaminpräparaten bestäubt werden. Wichtig ist, lieber mehrere kleinere statt eine größere Portion anzubieten. Eine gute Alternative zu Lebendfutter sind gekochte Insekten in der Dose, die mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen angereichert werden. Außerdem sollte an eine zerriebene Sepia-Schale gedacht werden. Diese ist ein hervorragender Kalzium-Lieferant.

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