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Großer Taggecko

Der Große Taggecko ist eines der beliebtesten Tiere in der Terrarienhaltung, was vor allem daran liegt, dass sich die Gattung kleiner Echsen sogar für Terrarienanfänger eignet. Zwar gibt es bbeim Großen Taggecko verschiedene Unterarten, da der Große Madagaskar Taggecko in der Terrarienhaltung am verbreitetsten ist, werden wir in diesem Text auf ihn eingehen.

Lateinische Bezeichnung

Terrarienhaltern ist der Große Taggecko eher unter der Bezeichnung Phelsuma grandis bekannt.

Herkunft und Aussehen

Der Große Taggecko stammt aus Nord-Madagaskar, wo er vorwiegend in Bäumen und Bananenstauden lebt. Von dort aus hat er sich über mehrere Jahre auf den Inselgruppen im Indischen Ozean ausgebreitet, weshalb man ihn auch auf den Komoren, den Seychellen, den Andamanen sowie den Maskarenen treffen kann.

Mit einer Gesamtlänge von bis zu 30 cm gehört der Große Taggecko zu den größten Geckoarten. Man erkennt ihn an seiner leuchtend grünen Grundfärbung sowie an seiner Zeichnung, die aus mehreren roten Punkten besteht. Es gibt aber auch Tiere, bei denen eine große rötliche Färbung auf dem Körper erkennbar ist. Der Große Taggecko kann ein Gewicht von etwa 50 g erreichen, die Weibchen sind meistens etwas leichter.

Geschlechterbestimmung

Bereits auf den ersten Blick lassen sich Männchen von Weibchen unterscheiden. Ein wesentliches Geschlechtsmerkmal ist, dass weibliche Große Taggeckos etwa 5 cm kleiner als ihre männlichen Artgenossen sind. Außerdem sind Weibchen meistens etwas leichter als männliche Große Taggeckos. Während dies nur vage Hinweise sind, lässt sich eine eindeutige Geschlechtsbestimmung anhand der Femoralporen (Oberschenkelporen) vornehmen. Bei einem männlichen Taggecko sind diese wesentlich stärker ausgeprägt und weisen bei älteren Tieren eine gelbliche Färbung auf.

Geschlechtsreife und Zucht

Der Große Taggecko ist mit etwa 15 Monaten ausgewachsen und geschlechtsreif. Die tagaktiven Echsen pflanzen sich saisonbedingt fort, indem sie alle 23-25 Tage Eier legen. Die Inkubationszeit liegt bei 60-65 Tagen, wobei auf die richtige Umgebungstemperatur geachtet werden muss.

Lebenserwartung des Großen Taggeckos

Große Taggeckos können ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen.

Verhalten von Großen Taggeckos

Taggeckos gelten als relativ zutraulich, was auch ein Grund dafür ist, warum diese Geckoart Terrarienanfängern empfohlen wird. Handzahm werden sie zwar nicht, im Gegensatz zu anderen Geckoarten flüchten sie allerdings auch nicht, wenn man sich ihnen vorsichtig nähert.

Wie jeder Taggecko, beherrscht der Große Taggecko die so genannte Schreckhäutung: Wird das Tier berührt oder gebissen, kann es seine obere Haut abwerfen, wodurch eine darunter liegende orangefarbene Hautschicht zum Vorschein kommt. Eine weitere Besonderheit: Große Taggeckos können ihren Schwanz abzuwerfen. Deswegen sollten sie an diesem nicht festgehalten werden.

Großer Taggecko – Haltung

Alles in allem gilt der Große Taggecko als unkomplizierter Zeitgenosse. Dennoch muss bei der Haltung einiges beachtet werden. Wichtig ist zum Beispiel, dass das Terrarium sehr geräumig ist. Und sie müssen paarweise gehalten werden. Allerdings muss immer ein Ausweichterrarium zur Verfügung stehen, damit die Geckos bei Streitigkeiten getrennt werden können. Können sich Große Taggeckos in einem dicht gewachsenen, großräumigen Terrarium nicht aus dem Weg gehen, kann es zu ernsthaften Verletzungen kommen.

Für ein Paar sollte die Terrariengröße bei etwa 100 x 50 x 120 cm (BxTxH) liegen. Da sich die Tiere bevorzugt an glatten Flächen aufhalten, ist bei der Einrichtung darauf zu achten, dass diese aus mehreren senkrecht stehenden Ästen oder Bambusrohren besteht. Als Versteck- und Schlafplatz ideal sind aufrecht stehende Korkröhren oder hohle Bambursrohre. Darüber hinaus sollte das Terrarium des Großen Taggeckos mit glattblättrigen Pflanzen ausgestattet werden. Der Bodengrund sollte aus Rindenmulch bestehen.

Damit sich der Große Taggecko in seiner neuen Umgebung wohl fühlt, muss auch an die spezielle Beleuchtung des Terrariums gedacht werden. Hierfür eignen sich T5-Röhren und Strahler. Ebenso viel Aufmerksamkeit sollte auch der Luftfeuchtigkeit beigemessen werden. Taggeckos fühlen sich bei einer Luftfeuchtigkeit von 50-70 % am wohlsten. Diese Werte erreicht man am besten, indem man mehrmals pro Woche das Terrarium mit Wasser besprüht.

Die Haltung eines Großen Taggecko ist meldepflichtig. Hierfür ist ein kopierter Herkunftsnachweis des Züchters oder Händlers erforderlich. Ohne diesen ist die Haltung des Taggeckos illegal.

Ernährung des Großen Taggeckos

Ein Großer Taggecko ernährt sich vorwiegend von Futterinsekten. Diese müssen vor der Fütterung mit Mineralstoffen bestäubt werden. Besonders beliebte Futtertiere sind Heuschrecken, Mehlwürmer, Grillen und Heimchen. Daneben sollte den Tieren immer Calciumcarbonat in Form einer zerriebenen Sepiaschale und Vogelgrit in einer Schale zur Verfügung stehen. Hin und wieder sollten auch flüssige Vitamine zum Trinkwasser gegeben werden. Abgerundet wird die Ernährung des Großen Taggecko durch zerdrücktes Obst, wobei man hinsichtlich der Menge eher sparsam sein sollte, da die Tiere sonst übergewichtig werden.

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