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Blattschwanzgecko

Aufgrund ihrer doch recht anspruchsvollen Haltung eignen sich Blattschwanzgeckos nicht für Terraristik-Anfänger. Sie gehören ausschließlich in die Hände erfahrener Echsenhalter. Mit der richtigen Pflege kann es aber sehr viel Spaß machen, Blattschwanzgeckos zu beobachten.

Weil Blattschwanzgeckos in freier Wildbahn gefährdet sind, unterliegen sie dem Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen. Seit 2006 ist der Export aus Madagaskar komplett eingestellt.

Lateinische Bezeichnung

Blattschwanzgeckos werden auch als Uroplaten bezeichnet. Von ihnen gibt es insgesamt 13 verschiedene Unterarten, wie zum Beispiel den Uroplatus henkeli.

Lebenserwartung

Blattschwanzgeckos können bis zu zehn Jahre und älter werden.

Verbreitungsgebiet von Blattschwanzgeckos

Blattschwanzgeckos sind in Madagaskar beheimatet. Dort haben sie aber keinen guten Ruf und sind als dämonische Wesen verschrien. Man sagt ihnen nach, Unglück zu bringen. In ihrer Heimat bewohnt diese Gecko-Art flachere und bewaldete Küstenstreifen als auch die hoch gelegenen Bergregionen.

Aussehen

Je nach Unterart können Blattschwanzgeckos 8 bis 30 cm groß werden. Erkennen kann man sie an ihrer grünen bis braunen Farbe. Manche Blattschwanzgeckos sind auch komplett schwarz. Außerdem kann man auch Geckos mit roten Tupfern und bläulichen Zeichnungen finden.

Namensgebend für Blattschwanzgeckos war ihr flacher, blattförmiger Schwanz. Ebenso charakteristisch für diese Geckos sind ihre schlitzartigen Pupillen, die für nachtaktive Echsen typisch sind. Blattschwanzgeckos können ein Gewicht von 50 bis 70 g erreichen.

An ihren Füßen besitzen Blattschwanzgeckos Haftlamellen, dank derer sie auf glatten Oberflächen laufen können. Typisch sind aber auch die feinen Krallen an den Zehen, die die Echsen bei Bedarf ausfahren können – zum Beispiel, wenn sie sich festhalten müssen.

Geschlechtsbestimmung und Fortpflanzung bei Blattschwanzgeckos

Weibliche Blattschwanzgeckos legen in der Regel zwei Eier, die bei einer Temperatur von 23-26 Grad Celsius nach knapp 90 Tagen schlüpfen. Was Blattschwanzgeckos von anderen Geckos unterscheidet, ist, dass sich die Männchen während des Paarungsrituals relativ ruhig verhalten.

Eine Geschlechtsbestimmung lässt sich bei Blattschwanzgeckos anhand der Schwanzwurzel vornehmen. Bei den männlichen Tieren erkennt man an der Schwanzwurzel deutlich die Hemipenistaschen, die bei weiblichen Geckos fehlen.

Verhalten von Blattschwanzgeckos

Blattschwanzgeckos verbringen den Tag am liebsten flach und somit getarnt auf Ästen liegend. Sie halten sich aber auch gerne in hohlen Stämmen oder in Laubwerk auf. Das sollte bei der Terrarien-Einrichtung beachtet werden.

Blattschwanzgecko – Haltung

Blattschwanzgeckos gehören ausschließlich in die Hände erfahrener Terraristik-Halter. Schließlich ist ihre Pflege ein wenig heikel. Zum Beispiel brauchen einige Arten nachts Temperaturen, die deutlich unter 20 Grad Celsius liegen.

Blattschwanzgeckos können miteinander vergesellschaftet werden. Sogar männliche Geckos vertragen sich untereinander. Selbst mit Taggeckoarten können Blattschwanzgeckos – ein ausreichend großes Terrarium vorausgesetzt – vergesellschaftet werden. Am besten hält man Blattschwanzgeckos alleine oder als kleine Gruppe, bestehend aus einem Männchen und 2-3 Weibchen. Eine Paarhaltung ist weniger empfehlenswert: Durch den starken Paarungstrieb des männlichen Geckos wird das Weibchen oft sehr stark beansprucht, wodurch die Lebenserwartung sinken kann.

Bei der Einrichtung des Terrariums sollte an Äste, wie Weinreben, Korkrinden und Lianen, gedacht werden. Für Versteckmöglichkeiten sorgen hängende Pflanzen – entweder echte Pflanzen (Ficus, Zimmerbambus etc.) oder künstliche. Ebenso Pflicht ist eine Wasserschale mit Trinkwasser, bei der das Wasser täglich erneuert wird.

Der ideale Bodengrund ist ein Gemisch aus Sand und Erde. Ergänzend dazu kann eine Laubschicht drüber gelegt werden. Im Gegensatz zu anderen Gecko-Arten fühlen sich Blattschwanzgeckos mit Heizquellen am Boden nicht so wohl. Dafür sollten aber Temperatur und Luftfeuchtigkeit stimmen. Wichtig dabei ist, ein Temperaturgefälle zu simulieren.

Die Beleuchtungszeit sollte bei Blattschwanzgeckos bei 12-13 Stunden am Tag liegen. im Winter sind 8 Stunden vollkommen ausreichend. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt bei 80-90 Prozent und kann mit Hilfe einer Beregnungsanlage erreicht werden. Außerdem muss daran gedacht werden, die Wände des Terrariums täglich mit Wasser zu besprühen.

Ernährung von Blattschwanzgeckos

Blattschwanzgeckos ernähren sich von allerlei Insektenarten, wie Heimchen, Grillen, Zophobas und Wachsmaden. Diese müssen vor der Fütterung mit Kalzium-Vitamin-Präparat bestäubt werden, damit Mangelerscheinungen vorgebeugt wird.

Im Sommer sollte der Speiseplan der Blattschwanzgeckos mit nährstoffreichem Futter von unbelasteten Wiesen erweitert werden.

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