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Geckos

Aussehen

Geckos, von denen es mehr als 700 Unterarten gibt, können, je nachdem um welche Art es sich handelt, unterschiedlich aussehen. Schwanken kann zum Beispiel die Größe der Echsen zwischen 3,5 bis zu 60 cm. Alle Geckos besitzen eine sehr empfindliche Haut, die sehr kleine Schuppen aufweist. Außerdem sind die Tiere dazu im Stande, dann, wenn sie angegriffen werden, ihren Schwanz abzuwerfen. Dieser wächst nach kurzer Zeit wieder nach, ist dann aber nicht mehr so schön wie zuvor. Daher sollte es nach Möglichkeit vermieden werden, den Schwanz eines Gecko anzufassen, denn dieser dient den Tieren als Fett- und Nahrungsspeicher.

Viele Geckos besitzen an den Füßen Haftlamellen, die es ihnen ermöglichen, an glatten Gegenständen und Flächen zu laufen und zu klettern. Einige Arten besitzen sogar winzige Krallen, die ihnen dabei helfen, besonders gut zu klettern.

In der Heimtierhaltung verbreitet sind vor allem der Leopardengecko, der Taggecko, der Faltengecko sowie der Madagaskar Gecko und der Zwergwüstengecko.

Verbreitungsgebiet

Die kleinen bis mittelgroßen Echsen bevölkern bereits seit knapp 50 Millionen Jahre die Erde. Im Laufe ihrer Entwicklung haben sie sich weltweit ausgebreitet, was sie ihren hervorragenden Anpassungsfähigkeiten zu verdanken haben. Finden kann man Geckos deswegen sowohl in den gemäßigten Zonen als auch in Wüsten. Das Hauptverbreitungsgebiet sind die Tropen, wo es eine unüberschaubare Artenvielfalt gibt.

Lebenserwartung

Im Durchschnitt werden Geckos 10-15 Jahre alt. Einige Unterarten können aber auch älter werden, wie der Leopardengecko, der ein Alter von bis zu 25 Jahren erreichen kann.

Haltung

Geckos werden am besten in einem Terrarium untergebracht. Dieses sollte nach Möglichkeit ansprechend gestaltet sein, damit sich die Tiere hier auch tatsächlich wohl fühlen. Das betrifft sowohl die Mindestanforderungen an die Größe als auch die Einrichtung. Als besonders pflegeleichtes Tier ist der Gecko sehr beliebt für die Haltung im Haus. Dennoch sollten einige Dinge beachtet werden. So richtet sich zum Beispiel Terrariumgröße nach der Größe des Geckos. Wer zwei Männchen und ein Weibchen zusammenhält, sollte sich an die Mindestmaße 200 x 70 x 100 cm halten. Gerade dann, wenn man Männchen untereinander hält, ist es wichtig, auf die Mindestmaße zu achten, da diese untereinander aggressiv werden können und ihren Freiraum brauchen.

Was das Terrarium an sich anbelangt, muss dieses eine ausreichende Frischluftzufuhr ermöglichen. Zur Beleuchtung sind Quecksilberdampfentladungslampen, die eine hohen Lichtintensität und eine natürliche Lichtfarbe liefern, ideal. An der Decke des Terrarium sollten darüber hinaus Halogenstrahler mit etwa 60 W angebracht werden. Denn Geckos haben ein natürliches Bedürfnis, sich zu sonnen. Zusätzlich sollte an der Decke eine Leuchtstoffröhre mit 8 W angebracht werden. Dadurch können Geckos Vitamin D3 produzieren, welches den Knochenaufbau unterstützt.

In einem Terrarium für Geckos sollte es immer verschiedene Temperaturen und Feuchtigkeitsstufen geben. Geckoarten, die Bäume bewohnen, sollten über ausreichend Klettermöglichkeiten verfügen. In Bezug auf die Einrichtung sollte man sich am natürliche Lebensraum der Tiere orientieren. Das heißt, dass Terrarien unbedingt bepflanzt werden müssen.

Geckos können entweder einzeln oder in kleineren Gruppen gehalten werden. Dies ist auch von der jeweiligen Unterart abhängig. Da viele Geckos in der freien Natur dazu neigen, Kolonien zu bilden, sollte man laut Tierschützern immer mindestens zwei Tiere halten. Dabei gilt, dass es nicht mehr als zwei Männchen in einem Terrarium sein sollten, da Revierkämpfe sonst bis zum Tod des Unterlegenen führen können. Als ideale Kombination gilt die Haltung von einem Männchen mit 3-4 Weibchen oder eine reine Weibchengruppe.

Ernährung

Für die Haltung im Terrarium bietet es sich an, Geckos kleine Insekten, Grillen, Heuschrecken und Käfer zur Verfügung zu stellen. Bei der Ernährung ist es auch sinnvoll, das Futter vorher mit einer Vitamin-Kalk-Mischung zu bestäuben – gerade bei trächtigen Weibchen oder bei Jungtieren. Immerhin benötigen diese sehr viele Mineralien. Damit die Tiere nicht zu schnell wachsen, sollte bei Jungtieren einmal in der Woche ein Fastentag eingelegt werden. Außerdem sollte Geckos täglich frisches Wasser zur Verfügung stehen.

Verhalten

Geckos gelten als sehr scheue Tiere, die sich blitzschnell bewegen, wenn sie Gefahr wittern. Deshalb sollte man sehr genau darauf achten, dass die Tiere nicht aus dem Terrarium entschlüpfen. Dann sind sie nämlich kaum wieder einzufangen. Einige Arten können aber auch zutraulich werden. Charakteristisch für diese Tiere ist außerdem, dass sie dämmerungs- und nachtaktiv sind. Einzige Ausnahme ist der Taggecko, bei dem es derzeit knapp 70 bekannte Arten gibt. Generell eignen sich diese Echsen mehr zur Beobachtung als denn zum Spielen.

Umgang

Geckos lieben es, wenn sie die Futtertiere möglichst lebend bekommen. Dies kann gerade am Anfang ein wenig Überwindung kosten. Dafür ist aber auch sichergestellt, dass die Tiere mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt werden. Viele entscheiden sich deswegen sogar dafür, Futtertiere selbst zu züchten. Ob man das möchte, muss man selbst wissen.

Wer Geckos ein schönes Zuhause bietet, kann beobachten, dass diese relativ schnell zutraulich werden. Dies gilt insbesondere für Leopardengeckos, bei denen es eine enorme Vielfalt hinsichtlich der Farbformen gibt.

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