Haustierseiten » Frettchen » Krankheiten: Das ist zu tun, wenn das Frettchen krank ist

Krankheiten: Das ist zu tun, wenn das Frettchen krank ist

Obgleich Frettchen als sehr robuste Tiere gelten, werden auch sie nicht von Krankheiten verschont. Natürlich kann man mit einer artgerechten Haltung und gesunden Ernährung Frettchen ein langes Leben bescheren. Allerdings ist es wichtig, typische Krankheitssymptome zu erkennen und entsprechend zu handeln.

In diesem Ratgeber zeigen wir nicht nur typische Frettchen-Krankheiten, sondern gehen auch auf den regelmäßigen Gesundheitsscheck ein, zeigen welche Gefahren für Frettchen in der Wohnung lauern, ob Impfungen empfehlenswert sind und was in die Hausapotheke gehört. Darüber hinaus gehen wir auch darauf ein, was beim Tierarztbesuch beachtet werden sollte.

Der regelmäßige Gesundheitscheck

Nur mit einem regelmäßigen Gesundheitsscheck können Krankheiten so früh wie möglich erkannt werden. Wichtig ist, sein Frettchen regelmäßig auf äußere Krankheitszeichen hin zu untersuchen. Am besten, dieser Gesundheitsscheck wird einmal in der Woche durchgeführt. Dass man jeden Tag darauf achtet, ob sich die Tiere normal verhalten, sollte selbstverständlich sein.

Bei dem ausführlichen Gesundheitsscheck sollte in jedem Fall das Gewicht überprüft und notiert werden. Eine Gewichtsabnahme oder eine ungewöhnliche Gewichtszunahme können auf Krankheiten hindeuten. Ebenso geachtet werden sollte auf offene Wunden und andere Auffälligkeiten.

Das kann Frettchen gefährlich werden

Frettchen sind sehr verspielt und neugierig. Beim Auslauf ist nichts vor ihnen sicher. Deswegen liegt es in der Verantwortung des Frettchenhalters, einige Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Schließlich lauern in jedem Zimmer viele Gefahrenquellen, welche beseitigt werden sollten. In dem Zimmer, in welchem die Frettchen Auslauf bekommen, sollten sich weder Spülmaschinen noch Waschmaschinen, Trockner, Truhen oder volle Gießkannen befinden. All das kann im schlimmsten Fall für die Frettchen tödlich sein. Auch gekippte Fenster und angelehnte Türen, die bei Zugluft zuschlagen könnten, können Frettchen gefährlich werden. Um ernsthafte Verletzungen zu verhindern, sollte man sich vorher darüber Gedanken machen, welches Zimmer am besten geeignet ist, um seinen Frettchen Auslauf zu geben.

Das gehört in die Hausapotheke

Als Frettchen-Besitzer sollte man immer eine Hausapotheke bzw. einen Erste-Hilfe-Kasten besitzen. So hat man die Möglichkeit, ungefährliche Erkrankungen selbst zu behandeln. Aber auch dann, wenn schnelles Eingreifen gefragt ist, können viele Medikamente und Salben behilflich sein. Den Gang zum Tierarzt kann die Hausapotheke natürlich nicht ersetzen und im Zweifelsfall ist es immer besser, mit dem Tier Arzt Rücksprache zu halten, bevor man selbst Maßnahmen ergreift.

Unbedingt in die Hausapotheke gehören Ohrenreiniger zur Pflege, Betaisodona-Salbe sowie Ringerlösung oder NaCl 0,9%, um Wunden reinigen zu können. Ergänzt wird die Hausapotheke durch Verbandsmaterial, wie beispielsweise Gewebe-Tape, Mull-Kompressen und Waschlappen. Calendumed-Salbe kann bei rissigen Pfoten oder Wunden, die schlecht heilen, sinnvoll sein. Um auf alle Fälle vorbereitet zu sein, gehören auch Frontline, Stronghold und Energiepaste in die Hausapotheke. Nahrungszusätze, wie Diätfutter, Vitamin-B-Komplex, als auch Traumeel, Einwegspritzen, ein Baby-Thermometer, Vaseline, Pinzetten, MCP-Tropfen, Gastrosil- oder Paspertin-Tropfen und Kalt-/Warm-Kompressen können sehr nützlich sein.

Sind Impfungen empfehlenswert?

Um seinem Tier so viel Schutz vor Krankheiten wie möglich zu bieten, sind Impfungen bei Frettchen sinnvoll. Sowohl Tiere, die viel nach draußen kommen, als auch diejenigen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, sollten geimpft werden. Denn einzelne Erreger können auch vom Menschen auf das Frettchen übertragen werden. Zudem sollten Frettchen, die viel Kontakt mit anderen Frettchen haben oder die zur Zucht eingesetzt werden, auf jeden Fall geimpft werden.

Welpen können ab der sechsten bis achten Lebenswoche geimpft werden. Ihre Impfung muss nach 3-4 Wochen aufgefrischt werden. Erst dann ist die Grundimmunisierung komplett und das Tier verfügt über einen Impfschutz. Danach ist eine Nachimpfung im Abstand von zwölf Monaten erforderlich. Gegen Tollwut müssen Frettchen alle drei Jahre nachgeimpft werden. Bei einer bestehenden Krankheit dürfen die Tiere nicht geimpft werden.

Der aktuelle Impfschutz wird am besten in einem Impfausweis eingetragen. Diesen bekommt man beim Tierarzt.

Der Besuch beim Tierarzt

Manchmal lässt sich ein Besuch beim Tierarzt nicht vermeiden. Kein Wunder, kann eine Hausapotheke doch niemals den Tierarzt ersetzen. Wer mit seinem Frettchen zum Tierarzt muss, sollte dafür sorgen, dass sein kleiner Liebling so wenig Stress wie möglich abbekommt. Die Transportbox sollte schon im Vorfeld vorbereitet werden. Im Wartezimmer der Tierarztpraxis sollte man seinem Frettchen das Gefühl geben, dass es nicht alleine ist, indem man mit ihm mit ruhiger Stimme spricht und es an der Hand schnuppern lässt.

Häufige Erkrankungen

Nachfolgend stellen wir die bei Frettchen am häufigsten vorkommenden Erkrankungen vor. Dabei gehen wir vor allem darauf ein, welche Symptome die jeweilige Krankheit hat und wie eine adäquate Behandlung aussehen sollte.

Allergie

Wenn das Frettchen auf bestimmte Stoffe in der Umgebung, so genannte Allergene, empfindlich reagiert, spricht man von einer Allergie. Es kann durchaus sein, dass das Frettchen im Laufe seines Lebens eine Allergie entwickelt, diese jedoch erst im hohen Alter ausbricht. Nicht selten gewöhnt sich der Körper auch an gewisse Stoffe, auf die er allergisch reagiert, und die Allergie wird schwächer. Auf eine Allergie deuten Schnupfen, Husten, Niesen sowie Hautrötungen, Hautveränderungen, Erbrechen und Durchfall hin. Frettchen können sowohl an Heuschnupfen als auch an Hausstauballergie oder Futtermittelallergie erkranken. Beim Tierarzt gibt es entsprechende Medikamente.

Augenerkrankungen

Vor allem Zugluft macht Frettchen zu schaffen und kann für Augenentzündungen sorgen. Erste Anzeichen für eine Augenentzündung ist eine Rötung der Bindehaut sowie Tränenfluss. Beim Tierarzt bekommt man Augentropfen; in besonders schweren Fällen ist eine umfangreichere Behandlung erforderlich.

Zahnstein

Zahnstein ist etwas, das bei Frettchen leider nicht selten auftritt. Bereits in ihrem ersten Lebensjahr entwickeln sie Zahnbelag. Um Zahnfleischentzündungen und schmierigen Zahnbelag zu verhindern, sollte darauf geachtet werden, mit Bananen und Katzenmilch sparsam umzugehen. Außerdem sollte beachtet werden, dass Trockenfutter und Frischfleisch – sofern es in größeren Brocken angeboten wird – den Zahnbelag verschlimmern können.

Aujeszkysche Krankheit

Auf undgekochtes Schweinefleisch muss bei der Frettchen-Ernährung unbedingt verzichtet werden, denn die Tiere sind für die Aujeszkysche Krankheit anfällig. Die anzeigenpflichtige Krankheit kann beim Frettchen zu einer Gehirn- und Rückenmarksentzündung mit zentral nervösen Erscheinungen führen. Frettchen, die daran erkrankt sind, lecken, kratzen und beißen sich ständig, weil sie einen erheblichen Juckreiz verspüren. Darüber hinaus sind sie schlapper als sonst, haben nicht selten Fieber und stellen das Fressen ein. Im Endstadium kommen Schluckbeschwerden, Zuckungen und Lähmungserscheinungen hinzu. Wichtig ist, so schnell wie möglich einen Tierarzt aufzusuchen, denn innerhalb von ein bis zwei Tagen kann das Frettchen sterben.

Bauchspeicheldrüsentumor

In den letzten Jahren ist zu beobachten, dass Bauchspeicheldrüsentumore beim Frettchen immer häufiger vorkommen. Tiere, die davon betroffen sind, können ihre eigenen Blutzuckerwerte nicht mehr aufrecht erhalten und fallen in eine Unterzuckerung. Dabei zeigen sie deutliche Unterzuckerungssymptome, wie erhöhtes Speicheln, Erbrechen, Krampfanfälle und Gleichgewichtsstörungen. Erkrankte Tiere sind apathisch und kaum ansprechbar. Viele von ihnen haben – je nach Größe des Tumors – einen Kugelbauch. Eine Unterzuckerung lässt sich anhand der Glukosewerte bei einer Blutuntersuchung feststellen. Beim Tierarzt kann auch ein Ultraschall oder ein Röntgenbild Klarheit verschaffen. Frettchen, die diese Art von Tumor haben, müssen sich einer Operation unterziehen, bei welcher die Bauchspeicheldrüse jedoch nicht komplett entfernt werden kann. Deshalb ist die zusätzliche Gabe des Medikaments Proglicem 25 und im Endstadium Cortison notwendig. Frettchen, die unterzuckern, müssen sofort eine Zuckerlösung, Traubenzucker oder entsprechende Pasten über den Mund oder eine Glukose-Infusion zugeführt bekommen.

Botulismus

Botulismus zählt zu den meldepflichtigen Krankheiten. Sie entsteht durch verdorbenes Futter. Zwar ist Botulismus nicht ansteckend, doch der Verlauf der Krankheit ist bei Frettchen tödlich. Erste Symptome zeigen sich in Lähmungserscheinungen der Gliedmaßen. Diese Lähmung setzt sich langsam am restlichen Körper fort. Erkrankte Frettchen sind apathisch, leiden unter Atemnot und haben einen erhöhten Speichelfluss. Eine Heilung für Botulismus ist bislang nicht bekannt.

Durchfall

Die Ursachen für Durchfall können sehr unterschiedlich sein. Bei gesunden Frettchen liegt die Ursache eigentlich immer in der falschen Fütterung. Wird verdorbenes, nicht verträgliches oder ungewohntes Futter gegeben, kann es zu Durchfall kommen. Frettchen, die an Durchfall leiden, müssen viel trinken, weil sie durch den Durchfall viel Flüssigkeit verlieren. Wichtig ist jetzt, das normale Futter wegzulassen und leicht verdauliches Futter, wie Reis, Kartoffelbrei ohne Gewürze, Spezial-Futter vom Tierarzt oder mageres Muskelfleisch, anzubieten. Zusätzlich kann auch Heilerde verabreicht werden. Sobald der Durchfall blutig, schleimig und verfärbt ist oder länger als zwei Tage anhält, muss ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser hat die Möglichkeit, anhand einer Kotuntersuchung festzustellen, welche Ursachen dem Durchfall zugrunde liegen.

Erbrechen

Erbrechen ist eine Schutzfunktion des Körpers. Es wird versucht, unverdautes Futter, Fremdkörper oder Unverdauliches los zu werden. Ist das Erbrochene blutig, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht und nach der Ursache geforscht werden.

Fettschwanz

Der Fettschwanz ist beim Frettchen eine häufige Erkrankung, die sich durch eine fast haarlose, schuppige Rute zeigt. Sie tritt beim Fellwechsel im Frühling auf und hält bis zum darauf folgenden Fellwechsel im Herbst an. Wenn die Haarkanäle beim Fellwechsel mit Talg verstopft werden, fallen die Haare aus. Wichtig ist, immer zu kontrollieren, wie die Färbung der Haut an der Rute ist. Sollte diese rot oder krustig sein, ist es empfehlenswert, einen Tierarzt aufzusuchen. Dieser hat die Möglichkeit, einem spezielle Haut- und Fellpräparate zu verabreichen.

Grippe und Erkältung

Frettchen-Halter, die Grippe haben, sollten nach Möglichkeit nicht in die Nähe ihrer kleinen Lieblinge kommen, denn diese Krankheit ist ansteckend. Dies passiert allerdings eher selten, viel wahrscheinlicher ist es, dass sich die Frettchen bei kaltem Wetter erkranken oder gegenseitig anstecken. Die Symptome sind ganz ähnlich denen, die Menschen mit einer Grippe haben – Fieber, eine trockene Nase, Husten, Müdigkeit, Niesen und Nasenausfluss. Bei einigen Frettchen macht sich Grippe auch durch Übelkeit und Erbrechen bemerkbar. Eine verschleppte Erkältung kann zu einer Lungenentzündung führen, deshalb sollte man vorsichtshalber den Tierarzt aufsuchen.

Hautkrankheiten

Hautkrankheiten können sehr unterschiedliche Ursachen, wie zum Beispiel Verletzungen, Verbrennungen durch Sonne und Hitze, Allergien und hormonelle Ursachen, haben. Ebenso dafür verantwortlich sein können Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten. Beim Tierarzt wird üblicherweise eine Haut-/Haarprobe und eine Gewebeprobe zur Ursachenforschung entnommen.

Hautpilz

Hautpilz kann sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. In den meisten Fällen ist die Haut der Frettchen rötlich verfärbt, wird schuppig oder krustig. Außerdem entstehen Hautblasen und an der betroffenen Stelle fallen die Haare aus. Daneben macht sich ein starker Juckreiz breit. Durch das Kratzen werden die Symptome noch verschlimmert. Wichtig: Ein Hautpilz kann durch direkten Kontakt der betroffenen Hautstelle sowohl von Frettchen auf den Menschen als auch von Menschen auf das Frettchen übertragen werden.

Herzerkrankung

Wenn es um typische Erkrankungen bei Frettchen geht, sollten auch Herzerkrankungen erwähnt werden. Kranke Tiere zeigen die typischen Symptome von vermehrter Müdigkeit, erhöhter Atemtätigkeit, Husten, Atemnot, verminderter Ausdauer, blasse bzw. bläuliche Schleimhäute. Nicht selten entstehen auch Wassereinlagerungen im Körper – vor allem in der Lunge, in den Beinen und im Bauchraum. Es gibt sowohl Herzerkrankungen, die angeboren sind, als auch welche, die erst im Laufe des Lebens durch Krankheiten, das Alter oder Ähnliches entstehen. Zu den häufigsten Herzerkrankungen gehören Herzklappen- und Herzmuskelerkrankungen. Eine Herzinsuffizienz kann entweder aktiv vorkommen und sich durch akutes Herzversagen bemerkbar machen, oder chronisch verlaufen und sich dadurch zeigen, dass die Herzaktivität über einen längeren Zeitraum abgebaut wird. Herzerkrankungen können über Abhorchen, Herzultraschall und EKG erkannt werden. Bei einer regelmäßigen Medikamentengabe können Frettchen, die eine Herzerkrankung haben, noch ein sehr langes Leben vor sich haben.

Hitzschlag

Weil Frettchen sehr schlecht entwickelte Schweißdrüsen haben, können sie nicht schwitzen und dadurch ihre Körpertemperatur nicht von alleine regeln. Deshalb sind sie sehr anfällig für Hitze und sollten keinen höheren Temperaturen ausgesetzt werden. Ansonsten kann es zu einem Hitzschlag, der sich durch Atemnot, Krämpfe, Apathie, trockene blasse Schleimhäute, Fieber und Hecheln bemerkbar macht, kommen. Nicht selten kommt es zu einem Kreislaufzusammenbruch mit einhergehender Bewusstlosigkeit. Bei einem Hitzschlag sollte das Frettchen sofort gekühlt werden – am besten durch feuchte und kühle Handtücher. Wichtig ist auch, Wasser einzuflößen. Danach muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Kokzidiose

Die Kokzidiose ist eine Parasitenerkrankung, deren Ursache Kokzidien sind. Eine Übertragung der Parasiten auf den Menschen ist kaum möglich, weil die meisten Kokzidienarten artspezifisch sind. Frettchen untereinander können sich aber anstecken. Meistens entsteht eine Kokzidiose durch die Übertragung von gekauftem Futter. Nicht von Anfang an sind die Symptome erkennbar. Erst mit weiterem Fortschreiten kommt es zu Fieber und wässrigem oder sogar blutigem Durchfall. Erkrankte Tiere verweigern die Nahrung und magern stark ab.

Lebererkrankung

Lebererkrankungen liegen meistens Tumore, eine Leberentzündung, akutes Leberversagen oder eine Fettleber zu Grunde. Demnach kann eine Lebererkrankung vermieden werden, indem man Übergewicht, Eiweißmangel und Vergiftungen vermeidet. Tiere, die an einer Lebererkrankung leiden, sind schlapp, haben Fieber, erbrechen, leiden unter Durchfall und alle Schleimhäute weisen eine gelbliche Verfärbung auf.

Parasitenbefall

Einen Parasitenbefall von Ektoparasiten erkennt man an leichten bis starken Hautveränderungen, wie in etwa eitrigen, krustigen oder blutigen Stellen. Oftmals verspüren Frettchen einen starken Juckreiz, haben einen aufgeblähten Bauch, Durchfall und Husten.

Staupe

Staupe ist ein Virus. Die Ansteckung erfolgt über einen direkten Kontakt der Sekrete und Exkrete bereits erkrankter Tiere – also über den Kot, Urin, Blut, Mund- und Nasenausfluss. Aber auch eine indirekte Übertragung durch Hände, Kleidung und Gegenstände ist möglich. Wenn der Körper in den ersten neun Tagen Antikörper bildet, reicht dies, damit sich keine Krankheitssymptome bilden. Ist dies nicht der Fall, zeigen sich die krankheitstypischen Symptome. Dies können eitriger Ausfluss und verklebte Augen und Nasenlöcher, wunde Stellen und Fieber, Husten, Niesen und Atembeschwerden sein. Außerdem wird die Nahrungsaufnahme verweigert und es kommt durch Durchfall und Erbrechen zu einem Wasserverlust. Ist das Nervensystem betroffen, zeigt sich Staupe durch Krampfanfälle, Störungen im Bewegungsapparat und Speicheln. Diese Krankheit muss in jedem Fall ernst genommen werden, denn sie kann tödlich enden. Wichtig ist, Vorsorgemaßnahmen mit einer Impfung gegen Staupe zu ergreifen.

Tollwut

Die Viruserkrankung Tollwut führt immer zum Tod. Deshalb muss an regelmäßige Impfungen gegen Tollwut gedacht werden. Frettchen, die an Tollwut erkranken, müssen gemeldet und eingeschläfert werden. Bis die Krankheit ausbricht, dauert es nach dem Biss in der Regel 2-8 Wochen. Nach dem Erscheinen der ersten Symptome kommt es innerhalb von ein bis sieben Tagen zum Tod des Tieres. Erkennen kann man Tollwut an Wesensveränderungen. So sind die betroffenen Frettchen besonders aggressiv, bissig und haben einen gesteigerten Geschlechtstrieb. Schreitet die Krankheit weiter fort, kommt es zu Lähmungserscheinungen, Schluckstörungen und Heiserkeit.

Vergiftung

Beim Auslauf muss immer darauf geachtet werden, dass die Frettchen weder an giftige Pflanzen noch an chemische Mittel gelangen. Ansonsten kann es zu einer Vergiftung kommen, die sich durch Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Atemnot, Lähmungserscheinungen, Untertemperatur und starkes Speicheln zeigt. Bei einer Vergiftung ist schnelles Handeln gefragt. Man sollte das, was das Frettchen gegessen oder getrunken hat, unbedingt zum Tierarzt mitnehmen.

Krankheiten: Das ist zu tun, wenn das Frettchen krank ist
2 (40%) 1 Stimme[n]