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Frettchen

Aussehen

Frettchen haben einen lang gestreckten und muskulösen Körperbau. Sie stehen auf kurzen, stämmigen Beinen (Branten), die jeweils fünf Zehen haben. Ihr Kopf besteht aus einem relativ kurzen Schädel, für den charakteristisch ist, dass dieser nach vorne hin spitz zuläuft. Während weibliche Frettchen eine Größe von 25-40 cm erreichen, werden Rüden bis zu 60 cm lang. Unterschiede gibt es auch beim Gewicht. Dieses liegt bei weiblichen Tieren bei 550-850 g, die männlichen Exemplare können bis zu 1900 g wiegen.

Verbreitungsgebiet

Die Familie der Frettchen, die in mehr als 60 Arten eingeteilt wird, stammt aus Mittel- und Nordeuropa. Dabei bevorzugt diese Tierart als Lebensraum Sumpfgebiete, offene Baum- oder Strauchsavannen sowie lichte Wälder und Felsnischen.

Lebenserwartung

Einem Frettchen ein Zuhause zu geben, bedeutet eine Verantwortung über mehrere Jahre. Schließlich liegt die Lebenserwartung dieser Tiere bei 6-10 Jahren. In Einzelfällen können sie auch älter werden.

Geschlecht

Eine Unterteilung in die Geschlechter ist bei diesen Tieren besonders einfach. So sind Rüden nicht nur fast doppelt so groß und schwer wie weibliche Frettchen, sondern lassen sich auch an den geschwollenen Geschlechtsorganen erkennen. Bei Jungtieren lässt sich das Geschlecht dadurch bestimmen, dass man einen Blick auf den Abstand der Geschlechtsöffnung zum After wirft. Bei einem männlichen Tier ist dieser an der hinteren Bauchseite deutlich erkennbar.

Haltung

Bei diesem Haustier muss man sich entscheiden, ob man es frei in der ganzen Wohnung, in einem Gehege oder in einem speziellen Zimmer halten möchte. Allerdings sollten diejenigen, die noch keine Erfahrung in der Frettchenhaltung haben, darauf verzichten, die Tiere in der Wohnung frei herumlaufen zu lassen. Hier drohen nämlich zahlreiche Gefahrenquellen. Da die Tiere sehr schnell und flink sind, stellen insbesondere Türen, Balkone und Fenster eine Gefahr dar. Aber auch Blumen können dem Haustier schnell zum Verhängnis werden.

Ansonsten sind ausreichende Schlaf- und Spielmöglichkeiten ebenso wichtig wie Katzentoiletten. Diese sollten möglichst nahe am Schlafplatz aufgestellt werden. Außerdem ist es sinnvoll, mehrere dieser Toiletten in der ganzen Wohnung aufzustellen. Als Untergrund sind Fliesen oder ein PVC-Belag weitaus besser geeignet als Teppich.

Auf keinen Fall sollte man diese dem Iltis ähnlichen Tiere alleine halten. Viele hören besonders gerne, dass Frettchen ohne Probleme auch mit anderen Tieren, wie zum Beispiel Hunden und Katzen gehalten werden können – diese ersetzen aber keinen artverwandten Spielgefährten. Schlechte Mitbewohner sind hingegen Nagetiere und Fische.

Ernährung

Die richtige Ernährung ist für dieses Haustier besonders wichtig. Ansonsten kann es zu Mangelerscheinungen und Stoffwechselstörungen kommen. Jeden Tag benötigen diese Tiere etwa 150-200 g Futter. Dabei sollten Wasser und Trockenfutter immer zugänglich sein. Frischfleisch und Nassfutter sollten ein- bis zweimal täglich gefüttert werden. Wichtig ist, dass der Fleischanteil in der Ernährung bei etwa 80 % liegt. Dafür sollte das Futter aber kohlenhydratarm sein. Außerdem kann auch hin und wieder Obst und Gemüse gefüttert werden. Hier kommen Trauben, Bananen, Gurken, Tomaten sowie Paprika, Honig- und Wassermelone infrage. Wichtig ist natürlich auch, täglich frisches Wasser zu geben.

Verhalten

Die meiste Zeit des Tages über (13-18 Stunden) schlafen Frettchen. Wenn sie wach sind, gelten sie aber als besonders aktive Tiere, die es lieben, in Decken, Schuhe und anderer herumliegende Sachen zu krabbeln. Darauf sollte geachtet werden, wenn man diesem Haustier ein komplettes Zimmer zur Verfügung stellt oder ihm Auslauf gibt.

Da sie besonders gerne miteinander spielen, sollten sie niemals alleine gehalten werden. Beim Herumtollen und Toben mit anderen kommt es nicht selten zu einem Muckern oder Quietschen. Damit drücken sie ihre Freude beim Spielen aus. Wenn seine Spielkameraden keine Lust haben, spielt das Frettchen auch gerne mal mit seinem Halter.

Umgang

Um das gemeinsame Leben mit diesen Tieren so angenehm wie möglich zu gestalten, ist eine artgerechte Erziehung unerlässlich. Diese ähnelt dem eines Hundes sehr stark. Zum Beispiel sollte man dann, wenn man von seinem Tier gebissen wird, laut “Aus!” oder “Nein!” rufen. Denn beim wilden Toben kann es durchaus vorkommen, dass das Frettchen so sehr in das Spiel vertieft ist, dass es nicht merkt, dass das Schnappen nach der Hand seinem Halter weh tut.

Zu einer guten Erziehung gehört auch die Stubenreinheit, auch wenn diese nicht immer komplett erreichbar ist. Für diese Erziehungsmaßnahme sollten Katzentoiletten immer in der Nähe des Schlafplatzes aufgestellt werden. Schließlich führt der erste Gang die Tiere nach dem Aufwachen meistens zur Toilette. Ist keine in der Nähe auffindbar, wird die nächste Ecke gewählt.

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