Haustierseiten » Chinchillas » Tipps zum Kauf von Chinchillas

Tipps zum Kauf von Chinchillas

Wie bei jedem anderen Tier auch, geht man mit dem Kauf von Chinchillas eine große Verantwortung ein. Deshalb sollte eine solche Entscheidung niemals leichtfertig getroffen werden, sondern gut durchdacht sein. Vor dem Kauf sollte man wissen, worauf man sich einlässt.

Wir informieren nicht nur darüber, was es bedeutet, Chinchillas, ein Zuhause zu geben, sondern geben auch Tipps, was die Anschaffung und Eingewöhnung anbelangt.

Was sollte man vor der Anschaffung von Chinchillas beachten?

Bevor man sich dafür entscheidet, Chinchillas anzuschaffen, sollte man einige Dinge über diese putzigen Tiere wissen. Nur wer sich von Anfang an darüber bewusst ist, wie sein Leben die nächsten Jahre mit diesen Tieren aussehen wird, weiß, worauf er sich einlässt. Und das schuldet man nicht nur sich selbst, sondern auch seinen neuen Mitbewohnern. Nur dann, wenn man den Wünschen und Bedürfnissen von Chinchillas gerecht werden kann, sollte man sich für diese Haustiere entscheiden.

Nachwuchs: Entscheidet man sich dafür, ein Chinchilla-Pärchen zu halten, ohne das Pärchen zu kastrieren, muss man sich auf Nachwuchs einstellen. Entweder muss dann genügend Platz in der eigenen Wohnung für den Nachwuchs zur Verfügung stehen oder aber man muss sich darum kümmern, dass die jungen Tiere in gute Hände abgegeben werden. Ansonsten ist auch eine gleichgeschlechtliche Haltung unter gewissen Voraussetzungen möglich.

Lebenserwartung

Im Idealfall können Chinchillas bis zu 22 Jahre alt werden. Das bedeutet, 22 Jahre lang Verantwortung für diese Tiere zu übernehmen.

Haltungsbedingungen

Chinchillas gelten als dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber müssen sie genügend Ruhe haben, um schlafen zu können. Ansonsten leiden sie unter Stress und können dadurch unter Umständen krank werden. Dass sie nachtaktiv Tiere sind, ist auch ein Grund dafür, warum sich Chinchillas nicht unbedingt für Kinder eignen. Denn oft werden sie ihre Haustiere tagsüber nicht zu Gesicht bekommen. Ganz zu schweigen davon, dass Chinchillas stressanfällig sind und krank werden können, wenn sie tagsüber beim Schlafen gestört werden.

Auslauf

Ein unbedingtes Muss in der Chinchilla Haltung ist der abendliche Auslauf. Damit den putzigen Gesellen dabei nichts passiert, muss das jeweilige Zimmer speziell präpariert werden. Weil Chinchillas dazu im Stande sind, gut 1 m hoch zu springen, muss auch daran gedacht werden, Pflanzen und Essbares von Tischen zu entfernen. Auch Stromkabel und Tapete stellen für Chinchillas Reize dar, weswegen man die Tiere beim Auslauf niemals unbeaufsichtigt lassen sollte.

Fellpflege

Damit sie ausreichend Fellpflege betreiben können, brauchen Chinchillas ein Schälchen mit Badesand. Gerade weil dieses sehr schnell verunreinigt wird, ist dies ein großer Kostenfaktor, muss der Badesand doch regelmäßig gewechselt werden.

Krankheit und Urlaub

Auch dann, wenn man krank ist oder in Urlaub fährt, muss sich jemand um die Chinchillas kümmern. Man sollte sich also bereits im Vorfeld die Frage stellen, ob es jemanden gibt, der im Fall der Fälle für einen einspringt und sich darum kümmert, dass es den Chinchillas an nichts mangelt.

Darüber hinaus sollten alle Familienmitglieder mit der Anschaffung von Chinchillas einverstanden sein. Wichtig ist auch, dass es in der Familie keine Allergien gegen Heu, Tierhaare, Staub und Einstreu gibt. Gedacht werden sollte auch an zusätzliche Kosten, die dann entstehen, wenn die Tiere krank sind und von einem Tierarzt behandelt werden müssen. Auch der richtige Käfigstandort spielt eine entscheidende Rolle in der Chinchilla-Haltung.

Für wen sind Chinchillas geeignet?

Chinchillas zählen zu den sensibelsten Tieren überhaupt. Doch trotz ihres niedlichen Aussehens wollen sie weder gekuschelt noch viel gestreichelt werden. Deshalb und auch, weil sie nachtaktiv sind, sind Chinchillas für Kinder eher ungeeignet. Dafür sind sie die idealen Tiere für Berufstätige. Schließlich schlafen Chinchillas tagsüber und warten dann, wenn man abends nach Hause kommt, schon sehnsüchtig darauf, Auslauf und Aufmerksamkeit zu bekommen. Tiere, die besonders zutraulich werden, lassen sich auch hin und wieder kraulen oder auf der Schulter herumtragen.

Wo kann man Chinchillas kaufen?

Der erste Weg beim Kauf von Chinchillas sollte immer in das örtliche Tierheim führen. Dort warten liebe Tiere auf ein neues Zuhause. Aber auch Inserate in Zeitungen oder im Internet, bei denen die Tiere von privat abgegeben werden, sind eine gute Möglichkeit, Tieren etwas Gutes zu tun. Übrigens bekommt man im Tierheim und von privaten Anbietern auch Babys und Rassetiere.

Empfehlenswert ist außerdem der Kauf bei einem guten Züchter. Dieser berät einen auch gerne, was die Größe des Geheges, Ernährung und Haltung von Chinchillas anbelangt. Trotz der guten Beratung sollte man sich beim Züchter Zeit nehmen und die Tiere ausgiebig beobachten.

Eher Abstand nehmen sollte man davon, Chinchillas in Zoohandlungen zu kaufen. Dort werden die Tiere nur in den seltensten Fällen artgerecht gehalten. Dies sorgt dafür, dass sie oftmals schon Krankheitszeichen oder stereotype Verhaltensweisen an den Tag legen.

Wie hoch sind die Anschaffungskosten?

Mit der wichtigste Faktor, wenn man sich fragt, ob man sich Chinchillas anschaffen soll, sind die Anschaffungskosten, die damit verbunden sind. Diese mögen einem am Anfang relativ hoch erscheinen. An der falschen Stelle sollte dennoch nicht gespart werden. Wir geben einen detaillierten Überblick über die Anschaffungskosten bei Chinchillas:

  • Voliere (ab 200 Euro), bzw. Eigenbau (ab 150 Euro)
  • Häuser: ab 15 Euro
  • Korkröhren, Etagen und anderes Spielzeug: je ab 5 Euro
  • Futternäpfe, Nagertränke und Heuraufe: je ab 3 Euro
  • Badewanne: 10 Euro
  • Chinchilla: je ab 20 Euro

Wenn die Anschaffungskosten für Sie kein Problem darstellen, sollten Sie natürlich auch überprüfen, wie es mit den regelmäßigen Haltungskosten aussieht. Nur dann, wenn Sie auch für die Grundbedürfnisse der Tiere aufkommen können, sollten Sie sich wirklich Chinchillas anschaffen.

Die Auswahl des richtigen Tieres

Weil Chinchillas paarweise gehalten werden, ist die Wahl bei einem Züchter noch schwerer, schließlich muss man sich gleich zwei Tiere aussuchen. Es ist gar nicht so einfach, aus einer größeren Gruppe zwei Tiere herauszusuchen, die man mitnehmen möchte. Neben dem persönlichen Geschmack sollte auch eine Rolle spielen, wie sich die Chinchillas in der Gruppe verhalten. Hierfür sollte man die Tiere einige Minuten beobachten. Die Entscheidung sollte schließlich auf ein Tier fallen, das lebhaft ist, sich den anderen Gruppenmitgliedern gegenüber nicht aggressiv zeigt und nicht allgemein schreckhaft ist. Wichtig ist, dass der Charakter des Tieres zu einem selbst passt.

Anschließend überprüft man, ob die Chinchillas ein gesundes Fell haben. Dieses darf weder von kahlen Stellen noch von Wunden durchzogen sein. Auch Haarausfall ist ein Zeichen für eventuelle Krankheiten. Die Augen des Chinchillas sollten klar, glänzend und ohne Ausfluss sein. Hilfreich ist immer auch ein Blick in die Gegend der Afterregion, damit eventuelle Durchfallerkrankungen ausgeschlossen werden können.

Worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

Bevor man sich für einen bestimmten Chinchilla entscheidet, sollte man einen so genannten TÜV durchführen. Dabei sollte auf das Fell, die Ausscheidungen und darauf geachtet werden, ob das Tier einen munteren Eindruck macht. Auf keinen Fall sollte man kranke Tiere aus Mitleid kaufen, sondern nur gesunde Chinchillas mit nach Hause nehmen.

Um den Tieren die Eingewöhnung im neuen zuhause zu erleichtern und das Heimweh ein bisschen zu schmälern, sollte man sich ein wenig des gewohnten Futters sowie Streu aus dem Käfig mitgeben lassen. Die vertrauten Gerüche lassen Heimweh schnell verfliegen. Übrigens sollte das Futter immer nur langsam und schrittweise umgestellt werden.

Wichtig ist außerdem, dass das fertig eingerichtete Chinchillas-Heim bereits auf die Tiere wartet. So können die Chinchillas erstmal ihren Käfig beziehen und sich in aller Ruhe an ihre neue Umgebung gewöhnen.

Die Eingewöhnungszeit

Weil Chinchillas sehr sensible Tiere sind, wird ihnen der Umzug in ihr neues Zuhause sichtlich zu schaffen machen. Man kann allerdings einiges tun, um seinen neuen Mitbewohnern die Eingewöhnungszeit zu erleichtern. Vor allem Geduld, Ruhe und ein Gespür dafür, was die Tiere brauchen, sind jetzt entscheidend.

Am ersten Tag sollten die Chinchillas komplett in Ruhe gelassen werden. Am zweiten Tag kann damit begonnen werden, sich langsam und leise dem Käfig zu nähern und dabei mit einer beruhigenden Stimme auf die Tiere einzureden. Haben diese sich nach einigen Tagen an die neue Stimme gewöhnt, kann man versuchen, sie an der Hand schnuppern zu lassen. Sobald die Tiere kein Problem mehr mit dem Eigengeruch ihres neuen Halters haben, sollte man versuchen, den Chinchillas Leckerlis mit der Hand anzubieten. Mit der Zeit werden die Tiere immer mehr Vertrauen fassen, bis sie schließlich kein Problem mehr damit haben, auf die Hand ihres Halters zu klettern.

Tipps zum Kauf von Chinchillas
5 (100%) 1 Stimme[n]