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Agamen

Aussehen

Über die Jahre haben sich Agamen den unterschiedlichsten Lebensräumen angepasst. Das gilt sowohl für die Art und Form ihrer Schuppen als auch für die Länge ihres Schwanz es, der ihnen beim Gleiten von Baum zu Baum beim Steuern hilft. Mit ihren Füßen, die breite Hautsäumen haben, ist es Agamen sogar möglich, über das Wasser zu laufen. Ebenso erwähnenswert an diesen Reptilien ist, dass sie besonders gut sehen können. Für sie ist das Auge sowohl das wichtigste als auch das am besten entwickelte Sinnesorgan. Fast genauso wichtig für Agamen ist ihr Gehör, während der Geruchssinn weniger stark entwickelt ist.

Sowohl bei der Farbe als auch bei der Größe und dem Gewicht gibt es Unterschiede, die der jeweiligen Unterart zuzuordnen sind.

Verbreitungsgebiet

Agamen bewohnen verschiedenste Lebensräume. Möglich wird dies dadurch, dass sich die Tiere ihrer jeweiligen Umgebung anpassen können. Deshalb findet man sie nicht nur in sehr kühlen Bereichen sowie im Wasser, sondern auch in Steppenlandschaften, in Wäldern und in Wüstengebieten.

Lebenserwartung

Die allgemeine Lebenserwartung von Agamen liegt bei 15 Jahren. Allerdings können sich leicht genetische Schäden in der Zucht einschleichen, weshalb es sinnvoll ist, sich an einem guten Züchter zu wenden.

Haltung

Agamen passen sich sehr gut ihrer Umgebung an, weshalb sie sich gut im Terrarium halten lassen. Vorausgesetzt, man beachtet einige Hinweise. Besonders wichtig ist, die Mindestgröße für das Terrarium einzuhalten. Diese liegt bei erwachsenen Tieren bei 150 x 80 x 80 cm, wobei die Grundfläche für ein bis zwei ausgewachsene Tiere mindestens 1 m² haben muss, die Höhe muss mindestens 80 cm betragen. Wer noch weitere Tiere im gleichen Gehege halten möchte, muss beachten, dass sich die Grundfläche für jedes weitere Tier um 0,4 m² vergrößert.

Da Agamen die meiste Zeit in ihrem Terrarium verbringen, sollten sie dort so viel Platz wie nur möglich haben. Nur so fühlen sie sich wohl und können sich entspannen. Agamen sind wechselwarme Tiere. Bei der Haltung sollten deswegen immer Wärmequellen aufgestellt werden, über welche die Tiere ihre Körpertemperatur regeln können. Neben warmen Zonen sollte dabei auch an Zonen gedacht werden, die wesentlich kühler sind. Generell sollte die Temperatur im Terrarium der Agamen tagsüber bei 25-30° und nachts bei etwa 20° liegen.

Ebenso wichtig ist eine ausreichende UV-A und UV-B-Strahlung, denn diese wirken sich auf Aktivität, Appetit und das allgemeine Wohlbefinden der Tiere aus. Zu kaufen gibt es die Röhren in unterschiedlichen Größen. Mindestens einmal im Jahr sollten diese ausgetauscht werden.

Von Natur aus sind Agamen Einzelgänger. Sie können unter gewissen Umständen aber auch in einer Gruppe von bis zu drei Tieren gehalten werden. Allerdings nur dann, wenn ihr Gehege ausreichend Platz dafür bietet. Gehalten werden sollte maximal ein einziges Männchen, da sich die männlichen Agamen untereinander bekämpfen.

Ernährung

Agamen benötigen eine ganz bestimmte Ernährung, die sich an ihrem Alter orientiert. So ist der Anteil an tierischer Nahrung bei Jungtieren höher als bei ausgewachsenen Tieren und sollte bei täglich 60 % liegen, zu 40 % sollte Gemüse gefüttert werden. Ausgewachsene Agamen bekommen normalerweise alle zwei Tage Lebendfutter, wie Grillen und Heuschrecken. Außerdem sollte ihnen täglich abwechslungsreiches Gemüse angeboten werden. Was die Futtermenge anbelangt, so ist diese von Tier zu Tier verschieden. Wichtig ist auch, immer einen Napf mit Wasser für die Tiere bereitzustellen.

Verhalten

Die Körpersprache von Agamen ist nicht nur besonders eindeutig, sondern auch äußerst vielfältig. So ist unter anderem das Erkundungsverhalten zu beobachten. Hierfür nutzen die Tiere recht häufig ihre Zunge, indem sie die zu untersuchenden Gegenstände an lecken. Die sich an der Zunge befindenden Duftstoffe werden an das Jacobsonsche Organ weitergeleitet und dort verarbeitet. Mit dem so genannten Züngeln begrüßen die Agamen aber auch Artgenossen, indem sie deren Nacken- oder Rückenregion belecken.

Agamen sind dazu im Stande, ihre Körpertemperatur selbst zu regulieren. Dies funktioniert, indem die Tiere bestimmte Plätze im Terrarium aufsuchen, aber auch durch Thermoregulation, bei der sie ihren Körper einsetzen, um effektiver Wärme aufnehmen oder abgeben zu können. Recht häufig ist hierbei eine Körperfärbung zu beobachten.

Wenn Agamen ihre Augen schließen, ist dies ein Ablehnungsverhalten. Der Halter sollte dies respektieren und das Tier dementsprechend in Ruhe lassen. Wenn er dies nicht tut, kann es durchaus sein, dass das Tier seinen Bart aufstellt und sein Maul aufreißt. Hierbei handelt es sich um eine Drohung an den Eindringling. Bedrohlicher wird die Situation, wenn Fauchen hinzukommt.

Ebenso zu beobachten bei Agamen sind Revierkämpfe, Demutsgästen und Balzverhalten.

Umgang

Manche Halter geben ihren Agamen gerne Auslauf, andere halten nichts davon. Generell wird der Auslauf deshalb kritisch beäugt, weil die Tiere ganz besondere Ansprüche haben, was die Temperatur ihrer Umgebung anbelangt. Darüber hinaus können sich dann, wenn man die Tiere freilässt, Bakterien und Keime auf diese übertragen, was zu Krankheiten führen kann.

Übrigens: Bei einem Neuankömmling, der zu anderen Agamen ins Terrarium umgesetzt werden soll, ist es sinnvoll, das neue Tier zunächst in Quarantäne zu halten. Dieses Terrarium sollte mit Zellstoff ausgelegt werden. Ein solches Quarantäne-Gehege ist auch bei Krankheiten der Tiere sinnvoll.

Die ersten ein bis zwei Tage nach dem Kauf sollte man der Agame Zeit geben, damit diese sich in aller Ruhe eingewöhnen kann. Dass das Tier in den ersten ein bis zwei Wochen relativ wenig frisst und leicht schreckhaft ist, ist vollkommen normal und wird sich mit der Zeit geben.

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